Binge Watching: 10 faszinierende Fakten

18.05.2015

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Binge Watching, also das Konsumieren von mehreren Folgen eines Entertainment-Programmes am Stück, ist spätestens seit dem Launch des Video-On-Demand-Anbieters Netflix im österreichischen Sprachgebrauch angekommen. Auch „Komaglotzen“ oder „Serien süchteln“ sind beliebte Ausdrücke dafür.

Ganz im Gegensatz zu gängigen Vorurteilen sind Binge Watcher aber keine ungewaschenen Zombies, die das ganze Wochenende im Pyjama vor dem Bildschirm lümmeln (obwohl natürlich auch das ab und zu mal sein muss). Zwei Drittel von uns veranstalten regelmäßig TV-Marathons – diese halten sich aber in überschaubaren Grenzen und sind keineswegs von Schuldgefühlen begleitet. Lesen Sie hier 10 Dinge, die Sie bestimmt noch nicht über Binge Watching wussten:

1. 61 % praktizieren regelmäßig Binge Watching.

Früher auf DVD, heute dank Video-On-Demand: Der Konsum von mehreren Episoden einer Serie hintereinander ist heutzutage bereits die Norm. 80 % aller Zuseher, die Serien streamen, bekennen sich zum Binge Watching. 18 % der 25- bis 34-Jährigen veranstalten mindestens einmal pro Woche einen Serienmarathon. 14 % binge-watchen sogar täglich.

2. Wir investieren 2 bis 3 Stunden pro Sitzung.

Laut einer Studie von Netflix definieren drei Viertel aller Zuseher Binge-Watching als das Schauen von 2-6 Episoden am Stück. Durchschnittlich werden 2,3 Folgen (mit je 20 bis 60 Minuten) in einer Sitzung angesehen.

Alle Netflix-Serien auf einen Blick

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3. Eine Staffel füllt meistens eine Woche.

Egal, ob 10 lange oder 20 kurze Episoden: Ein Viertel der Binge-Watcher schafft eine Staffel einer Serie pro Wochenende, während die Hälfte von uns eine Staffel über eine Woche verteilt.

4. Jeder Zweite schaut nicht alleine.

31% schauen bevorzugt alleine, wenn sie dem Binge Watching nachgehen. 51 % jedoch geben an, dass sie mit mindestens einer anderen Person gemeinsam schauen. 39 % warten, bis diese andere Person Zeit hat, um eine auserwählte Serie gemeinsam weiterzuschauen.

5. TV, Laptop und PC sind die beliebtesten Geräte.

Binge-Watching findet am häufigsten am TV (37 %) statt, gefolgt von Laptops (32 %) und PCs (27%). Nur 11 % nutzen dazu ein Tablet.

6. Binge Watching wird durchaus positiv betrachtet.

73% bewerten Binge Watching als sehr positiv und geben an, keine Schuldgefühle deswegen zu haben. 76 % sagen, dass Binge Watching ihnen eine Rückzugsmöglichkeit aus ihrem hektischen Leben gibt. 79 % finden sogar, dass Serien mit Binge-Watching noch mehr Spaß machen!

7. Binge Watching wird sogar bevorzugt.

76 % meinen, TV-Shows nach ihrem eigenen Zeitplan zu sehen wäre ihre bevorzugte Art, diese zu konsumieren. Ein Großteil der Zuseher wartet lieber, bis eine ganze Staffel rauskommt und diese in einem Binge gesehen werden kann, als jede Woche eine neue Folge zu konsumieren. Auch interessant: 80 % derer, die Serien streamen, würden lieber eine gute Show ansehen als die Social Media Postings eines Freundes zu lesen.

8. Binge Watching hat einen wissenschaftlichen Hintergrund.

Wenn wir uns beim Fernsehen entspannen, verwenden wir unsere rechte Gehirnhälfte. Diese ist für Emotionen, Kreativität und Intuition zuständig. Dabei werden Endorphine, also Glückshormone, ausgeschüttet. Wenn wir das TV-Gerät abschalten, wechseln wir wieder zur linken Hemisphäre, die für Logik und Analytik steht. Die Entspannungs- und Belohnungsgefühle werden dadurch unterbrochen und wir fühlen uns mitunter unglücklich oder leer.

9. Bestimmte Serien werden besonders häufig gesüchtelt.

Laut einer Studie von TiVo ist Breaking Bad die Show, die am meisten als Marathon geschaut wird. Danach folgen House of Cards, Game of Thrones, The Walking Dead, Downton Abbey, Star Trek, Homeland, Mad Men, Doctor Who und NCIS. Die beliebtesten Genres fürs Binge Watching sind (Krimi-)Dramen, Reality-Shows und Sitcoms.

10. Binge watching kann negative Folgen haben.

Erwachsene, die täglich 3 oder mehr Stunden lang fernsehen, haben eine doppelt so hohe Sterblichkeitsrate als solche, die weniger TV schauen. Das bedeutet, dass das Risiko, früher zu sterben, aufgrund der Bewegungsarmut doppelt so hoch ist. Ein bis zwei Stunden TV pro Tag werden als weniger bedenklich angesehen.

Warum ist Binge-Watching das neue Fernsehen?

Viele Binge-Watcher beschreiben diese Art des Fernsehens als unterhaltsamer, einnehmender und aktiver. Der Kultur-Anthropologe Grant McCracken meint: „Binge Watching ist aus der Kombination von besseren Serien, unserem aktuellen ökonomischen Klima und dem digitalen Fortschritt der letzten Jahre entstanden. Aber der Zuseher von heute ist anders – der Couch Potato ist aufgewacht.“ Anstatt sich vom Feierabendprogramm berieseln zu lassen, treffen wir aktive Entscheidungen und schauen unsere liebsten Programme nun, wann und wo wir wollen – und vor allem wie lange.

In diesem Sinne wünscht HD Austria viel Spaß bei Ihrem nächsten Binge!

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