7 hypnotisierende Long Takes der neueren Filmgeschichte

29.05.2017

7 hypnotisierende Long Takes der neueren Filmgeschichte

Long Takes, also in einem Stück gedrehte Filmszenen ohne Schnitt, gibt es schon seit Mitte des letzten Jahrhunderts. Sie versetzen den Zuseher direkt in die Szene – so, als wäre er live dabei und würde direkt vor Ort zuschauen. Durch die Digitalisierung werden immer aufwändigere Umsetzungen möglich.

Long Takes beziehen sich auf die zeitliche Länge einer Aufnahme, nicht auf die räumliche Entfernung – diese nennen sich Long Shots. Von einem Sequence Shot ist die Rede, wenn der Long Take die gesamte Szene umfasst. Und ein One Shot ist ein Film, der in einem einzigen Take gefilmt wurde: Legendäre Beispiele sind „Timecode“, „Russian Ark“ oder der jüngste Film „Fourever“.

Long Takes in Filmen haben etwas ungewohnt Realistisches, Unmittelbares und Unheilvolles. Verfolgt man einen Protagonisten länger mit einem Long Take – z. B. den jungen Danny auf dem Dreirad in „The Shining“, oder Bill in Boogie Nights, als dieser seine Frau beim Fremdgehen erwischt – beschleicht einen das Gefühl, dass gleich etwas Schlimmes passieren wird. Long Takes kündigen daher oft eine Bluttat an, oder begleiten Kampfszenen.

Das Stilmittel des Long Takes ist schwer beeindruckend und hat eine hypnotisierende Wirkung auf den Zuseher. Da es keine Schnitte gibt, traut man sich kaum, zu blinzeln oder kurz wegzusehen. Diese 7 Long Takes bleiben uns als besonders gelungen in Erinnerung:

7 beeindruckende Long Takes der letzten 15 Jahre

1. The Revenant (2015)

Sowohl die Kampfszene zu Beginn von „The Revenant“, als auch der Kampf mit dem Bären, waren aufwändig produzierte Long Takes, die in die Filmgeschichte eingehen.

2. Abbitte (2007)

Die Strandszene in „Atonement“ wurde mit der Steadicam gefilmt, dauert über 5 Minuten lang und zeigt Schüsse, Tiere, Fahrzeuge, Pyrotechnik und andere Special Effects.

3. Victoria (2015)

Der deutsche Film wurde zur Gänze als Long Take gefilmt! Er ist somit ein One-Take-Werk wie „Russian Ark“ oder „Timecode“.

4. Children of Men (2006)

12 Tage lang dauerte es, die Autofahrt in „Children of Men“ zu filmen. Vier Kameramänner fuhren am Dach des Autos mit. Achtung, Spoiler!

5. Gravity (2013)

17 Minuten lang dauert der Long Take zu Beginn von „Gravity“, in dem George Clooney durchs Weltall driftet. Der Regisseur Alfonso Cuarón filmte auch „Children of Men“.

6. Birdman (2014)

Birdman wirkt zwar wie ein One Shot, besteht aber tatsächlich aus mehreren – sehr langen – Long Takes. In diesem Video wird erklärt, wie die Illusion eines Single Shots erzeugt wird:

7. Shaun of the Dead (2004)

Der doppelte Long Take in zwei verschiedenen Varianten in „Shaun of the Dead“ ist zwar nicht sehr aufwändig, wird durch seine Wiederholung aber zu einem einzigartigen Stilmittel.

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