Bachelor & Co: Woher kommen die beliebtesten Reality Shows?

13.02.2017
Der Bachelor hat die Qual der Wahl: Zu welchen romantischen Begegnungen wird es kommen? Welchen Damen gelingt es, die Konkurrenz auszustechen und den Bachelor um den Finger zu wickeln?

Der Bachelor auf RTL HD © RTL / Stefan Menne

Emotionen wie Ekeln, Fremdschämen, Mitfiebern und Mitleiden sind in der Welt der Reality Shows praktisch eine Garantie für Top-Einschaltquoten. Die 11. Staffel des Dschungelcamps lieferte dafür mal wieder den besten Beweis: In der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen erreichte „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ im Schnitt 36,3 % Marktanteil.

Den Erfolg von Reality Shows erklärt sich der Medienpsychologe Prof. Daniel Süss nicht nur durch puren Voyeurismus: „Der Zuschauer kann sich vergleichen, ohne sich selbst öffentlich zu entblößen, und zieht dabei noch den ein oder anderen nützlichen Tipp aus solchen Sendungen.“

Und nicht nur bei sozial Schwachen kommt das Trash TV gut an: Der intellektuelle Bildungsbürger würde solche Sendungen mit einem distanzierten Betrachtungsstil und dem Ziel der sozialen Abgrenzung verfolgen. „Auch hier vergleicht man sich auf einer sozialen Ebene, allerdings nicht mit der Absicht, etwas zu lernen oder sich widergespiegelt zu sehen – sondern um das Selbstwertgefühl zu steigern und die Identität zu festigen“, meint Süss.

Doch wer denkt sich diese Formate, in denen andere Menschen beobachtet, bewertet und teilweise erniedrigt werden, eigentlich aus? Woher kommen die Ideen für Reality Shows?

Alles schon mal da gewesen?

Personenzentrierte Formate wie Newlyweds und Keeping Up With The Kardashians werden als Vorgänger von Katzenberger und Co. gehandelt. Die US-Serien 16 and Pregnant sowie Teen Mum waren wohl das Vorbild für die ATV-Serie Teenager werden Mütter. Und aus den MTV-Serien Laguna Beach und The Hills entwickelten sich wahrscheinlich deutsche Scripted Reality TV-Shows wie Berlin – Tag und Nacht. Gibt es überhaupt noch neue Ideen auf dem TV-Markt?

Großbritannien, die Niederlande und die USA sind eindeutig die globalen Vorreiter, wenn es um unterhaltsames Reality TV geht. Auch aus Skandinavien wurde schon die eine oder andere Sendung in den deutschsprachigen Markt importiert. Gibt es doch mal originäre Ideen, wie Schlag den Raab oder Circus HalliGalli, werden diese meist nur von Privatsendern unterstützt – die öffentlich-rechtlichen trauen sich nicht so ganz.

Deswegen setzen die meisten Sender auf erprobte und erfolgreiche Konzepte aus dem Ausland. Wir verraten Ihnen, woher die Ideen für Ihre liebsten Reality Shows kommen!

Die beliebtesten Reality Shows aus den USA

America’s Got Talent

In der amerikanischen Casting-Show rittern die Teilnehmer, die ihre unterschiedlichsten Talente präsentieren, um eine Million Dollar. Ein Ableger davon ist Britain’s Got Talent.

America’s Next Topmodel

Das weltweit erfolgreichste Model-Casting wurde nach Australien, Mexiko, Großbritannien, Deutschland, Österreich und in zahlreiche weitere Länder exportiert.

American Idol

Aus der amerikanischen Casting-Show gingen das britische Pop Idol und bei unseren Nachbarn das Format Deutschland sucht den Superstar hervor.

Auction Hunters

Zwei Asse machen Kasse: Die Serie, zu sehen auf DMAX, war Vorbild für beliebte Auktions-Shows wie Der Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller.

The Bachelor

Der Bachelor wurde 2002 erstmals von ABC in Amerika gesucht. RTL zog in Deutschland mit dem gleichen Konzept nach. In der Schweiz suchte Die Bachelorette ihren Traummann.

The Biggest Loser

Erstmals 2004 von NBC ausgestrahlt, startete die gleichnamige deutsche Abnehm-Show im Jahr 2009. Das Konzept wurde in über 20 Länder verkauft.

Dog Whisperer

Der US-amerikanische Dog Whisperer Cesar Millan ist auf sixx als der Hundeflüsterer zu sehen. Immer sonntags läuft außerdem Der Hundetrainer mit Brandon McMillan.

Dragnet

Die US-amerikanische Krimiserie, die erstmals 1951 ausgestrahlt wurde, bereitete den Weg für Ermittler-Serien wie Polizeibericht oder Niedrig und Kuhnt.

Extreme Makeover: Home Edition

Extreme Makeover war das Vorbild für Hausbau-Shows wie Einsatz in vier Wänden oder Wohnen nach Wunsch. Das Bau-Kommando wird aktuell auf DMAX ausgestrahlt.

Judge Judy

Ohne Judge Judy gäbe es Gerichts-Shows wie Richterin Barbara Salesch, Richter Alexander Hold, Das Jugendgericht oder Das Familiengericht wahrscheinlich nicht!

Say Yes To The Dress

Say Yes To The Dress auf TLC läutete die Ära der Hochzeitsserien ein, z.B. Mein perfektes Hochzeitskleid, Mein Schnäppchen in Weiß oder Die perfekte Hochzeit auf sixx.

Shark Tank

In Deutschland läuft das US-amerikanische Original dieser Gründershow, in der eine Gruppe Jungunternehmer um die Gunst potentieller Investoren kämpft, auf DMAX unter dem Titel Die Höhle der Löwen. Der österreichische Ableger namens 2 Minuten 2 Millionen ist auf PULS 4 zu sehen.

Star Search

In den USA brachte Star Search Weltstars wie Britney Spears, Christina Aguilera, Justin Timberlake, Alanis Morissette, Destiny’s Child und Usher hervor… In Deutschland Bill Kaulitz von Tokio Hotel!

Tattoo Nightmares

Eine ganze Reihe an Tattoo-Shows schwappte aus den USA zu uns herüber – z.B. Horror Tattoos, Pain and Fame oder Cover Up – Wir retten dein Tattoo auf sixx.

Das beliebteste Reality TV aus Großbritannien

Celebrity Big Brother

Während das Konzept für Big Brother aus den Niederlanden stammt, kommt die Idee für Promi Big Brother aus Großbritannien.

Dragon’s Den

Die Mutter der Startup-Shows, wie zum Beispiel Die Höhle der Löwen oder 2 Minuten 2 Millionen auf PULS 4, ist Dragon’s Den aus dem Vereinigten Königreich.

Farmer Wants A Wife

Sie haben es erraten: Die britische Show ist das Vorbild für die ländliche Kuppler-Sendung Bauer sucht Frau auf RTL und ATV.

Hell’s Kitchen

Gordon Ramsey war der erste Koch, der Stars das Kochen beibrachte – erst im United Kingdom, dann in den USA. Frank Rosin tat es ihm in Deutschland bei SAT.1 nach.

I’m A Celebrity, Get Me Out Of Here

Das Dschungelcamp stammt ursprünglich aus Großbritannien, wo es 2002 zum ersten Mal produziert wurde. Die 11. Staffel der deutschen Version lief gerade erfolgreich bei RTL.

Jamie Oliver

15 Kochsendungen hat der Naked Chef bereits auf dem Buckel, darunter Jamie’s Kitchen und Oliver’s Twist. Der Beruf des Star-Fernsehkochs war geboren: Christian Rach, Steffen Henssler und Co. folgten im deutschen TV.

Wife Swap

Auch der Frauentausch auf RTL 2 stammt ursprünglich aus Großbritannien. 2004 wurde er ebenfalls für die USA adaptiert.

Strictly Come Dancing

Das Format der BBC wurde bei RTL unter dem Namen Let’s Dance bereits in der neunten Staffel ausgestrahlt. In den USA heißt die Show Dancing With The Stars.

Supernanny

Die Super-Nanny, bei uns Katharina Saalfrank, die von 2004 bis 2011 Kinder bändigte, gab es auch in mehreren anderen Ländern mit verschiedenen Darstellerinnen zu sehen.

Undercover Boss

Den Undercover Boss, der im eigenen Unternehmen verkleidet seine Mitarbeiter bespitzelt, zeigt in Österreich der ORF in einer eigenen Version.

Who Wants to Be a Millionaire?

Das Original dieser Quizsendung wurde von der britischen Fernsehproduktionsfirma Celador entwickelt und erstmals 1998 im Vereinigten Königreich auf dem Privatsender ITV 1 ausgestrahlt. In Deutschland läuft die Sendung seit 1999 unter dem Namen Wer wird Millionär? bei RTL und wird von Günther Jauch moderiert, in Österreich ist die Sendung seit 2000 auf dem ORF unter dem Titel Die Millionenshow mit Armin Assinger zu sehen.

X-Factor

X-Factor, die Casting-Show bei VOX, gibt es auch in UK, den USA, Australien und anderen Ländern. In Großbritannien machte die Original-Show Leona Lewis zum Star.

Die meistkopierten Reality Shows aus den Niederlanden

Adam Looking for Eve

Die Nackt-Datingshow Adam sucht Eva – Gestrandet im Paradies auf RTL basiert auf dem niederländischen Konzept Adam Looking for Eve.

Big Brother

John de Mol, der Erfinder von Big Brother, dominiert den TV-Markt in den Niederlanden. Sein erfolgreichstes TV-Experiment wurde in fast 70 Länder verkauft!

Utopia

Das Sozial-Experiment, das auf SAT.1 unter dem Namen Newtopia gezeigt wurde, stammt ebenfalls von TV-Boss John de Mol.

The Voice

Auch The Voice wurde von John de Mol entwickelt. The Voice of Holland erreichte bis zu 54 % Einschaltquoten, weltweit gibt es rund 55 Versionen von The Voice.

 

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