Wie Virtual Reality das Kino der Zukunft beeinflusst

30.05.2016

Virtual Reality

Virtual Reality verändert die Art, wie Filme gedreht und wie sie konsumiert werden. Was Virtual Reality Filme sind und welche Voraussetzungen erforderlich sind, um sie ansehen zu können, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Was sind Virtual Reality – Filme?

Virtual Reality bzw. VR Filme zeichnen sich durch das Gefühl der „Immersion“ aus, also dem Gefühl, sich mitten im Geschehen eines Filmes zu befinden. Durch Auflösung räumlicher Grenzen taucht man als Zuseher in eine künstliche Welt ein, die man von allen Seiten betrachten kann. Nachfolgender Clip gibt einen kurzen Einblick in die visuelle Revolution, die Virtual Reality im Bereich Film auslöst:

Wie in dem Clip kurz angedeutet, wird die Immersion mit speziellen Kameras durch 360-Grad-Aufnahmen erzeugt, wobei  es jedoch einen Unterschied macht, ob die Filmproduktion in 3D erfolgt oder nicht:

360-Grad-Filme ohne 3D findet man auf YouTube oder Facebook. Sie lassen sich ohne Brille einfach auf dem Smart-TV, PC-Monitor, dem Tablet oder Smartphone ansehen. Bei diesen Filmen ist die Immersion zwar schon recht beachtlich, das Erleben ist allerdings eher so, als würde man sich im Inneren einer Kugel befinden, auf der die Bilder projiziert werden.

Über einen Cursor links oben kann man sich im Film nach oben, unten, rechts und links bewegen. Anwendung findet die Technik bereits vielfach in Dokumentationen, bei Konzerten und in Kurzfilmen wie z.B. dem Streifen „Star Wars – 360° Virtual Reality“:

Wer seine Lachmuskeln ein bisschen trainieren möchte, sei an dieser Stelle auch auf unseren Blog „Best of: Star Wars Filmfehler und Pannen“ hingewiesen.

360-Grad-Filme mit 3D verfügen über wesentlich bessere Immersion, die einen  Rundumblick ermöglicht, der auch in die Tiefe geht. Um sie anzusehen benötigt man jedoch entweder eine VR-Brille oder eine Smartphone-Brille (einschließlich des passenden Smartphones).

Filmtipps: Grand Canyon, Terminator Genisys, Evolution Of Verse, NYT MAG VR: Take Flight, Spacewalk Mayday.

So können Sie Virtual Reality Filme ansehen

Wie Sie einen Virtual Reality Film ansehen können, ist daher von der technischen Ausstattung abhängig, die Ihnen zur Verfügung steht. Grundsätzlich unterscheidet man drei Möglichkeiten:

Über den Browser ohne spezielle Brille

Einfache 360-Grad-Filme ohne 3D kann man –  wie bereits erwähnt – ganz einfach mit PC, Tablet, Smartphone oder Smart-TV über den Browser ansehen. Da 360-Grad-Filme jedoch im Vergleich zu klassischen Filmen wesentlich mehr Datenvolumen benötigen, ist neben einer guten Rechnerleistung ein schneller Internetanschluss erforderlich. WLAN ist mobilem Internet vorzuziehen, da das mobile Datenvolumen sehr schnell erschöpft sein würde. 360-Grad-Videos können über Chrome, Firefox und Edge problemlos angesehen werden, für Android und iOS benötigt man eine entsprechende YouTube-App.

Mit dem Smartphone und einer Smartphone-Brille plus App

Mit Smartphone und entsprechender Smartphone-Brille lässt es sich derzeit am preiswertesten in die Welt der VR-3D-Filme eintauchen. Diese Ausstattung benötigen Sie:

Full-HD-Smartphone: Das Smartphone sollte mindestens über eine Bildschirmgröße von 1080×1920 Pixel verfügen, noch besser eignen sich Smartphones mit QHD-Bildschirmen (1440×2560 Pixel).

Smartphone-Brille mit eingebauten Zusatzsensoren: Derzeit überlassen die meisten Smartphone-Brillen das Tracking den Sensoren des Smartphones, was jedoch zur Folge hat, dass das Bild nicht schnell genug auf die Bewegung des Kopfes reagiert und Schwindel erzeugen kann. Wesentlich vorteilhafter sind Smartphone-Brillen mit eingebauten Sensoren, wie etwa die Samsung Gear VR, die eine wesentlich geringere Trackingzeit (20 ms und weniger) haben. Weitere Infos dazu gibt es unter Smartphone-Brillen-Vergleich.

Passende Apps
Zu fast allen Smartphone-Brillen gibt es direkt vom Anbieter eine passende App. Zusätzlich finden sich diverse Apps im Google Playstore oder iTunes. Die App VR Cinema für Cardboard z. B. ist eine App, die herkömmliche Filme für das Anschauen mit VR-Smartphone-Brillen aufbereitet, die dann über Google Cardboard angesehen werden können.

Die Filme können entweder über die Kopfbewegung gesteuert werden oder – sofern vorhanden – über einen Bedienknopf an der Smartphone-Brille. Das kann wie etwa bei der Google-Cardboard Brille ein kleiner Magnetschalter sein, oder aber wie bei anderen Modellen ein Bluetooth-Controller.

Über den Browser mit einer Virtual Reality – Brille

Gleich vorweg: Im Handel werden sehr häufig Smartphone-Brillen als Virtual Reality bzw. VR-Brillen bezeichnet, was allerdings irreführend ist, da Smartphone-Brillen nur mit dem jeweils passenden Handy verwendet werden können.

VR-Brillen erlauben im Vergleich zu Smartphone-Brillen eine wesentlich höhere Immersion und erfordern einen PC, der gewisse Anforderungen erfüllen muss. Für die derzeit bekanntesten VR-Brillen Oculus Rift und die HTC Vive, die 2016 auf den Markt kommen, sind folgende Mindest-Voraussetzungen notwendig:

  • Grafik: NVIDIA GTX 970 oder AMD R9 290
  • CPU: Intel i5-4590 | AMD FX-9590 (4,7 GHz), A10-7870K (4,1 GHz), Athlon X4 880K (4,2 GHz)
  • RAM: 8GB RAM
  • Anschlüsse: HDMI 1.3 video output und 3×USB 3.0 + 1×USB 2.0 (Vive HDMI und 2×USB 3.0)

VR-Film-Apps für diverse VR-Brillen werden von den Herstellern der einzelnen VR-Brillen zur Verfügung gestellt oder können, wie etwa Cineveo, heruntergeladen werden.

Die Steuerung der VR-Filme erfolgt grundsätzlich über Kopfbewegungen und Controller, wobei jedoch jede VR-Brille ein anderes Konzept hat. Da aber die meisten Brillen als Betriebssystem Windows verwenden, kann man die dort nutzbaren Controller nehmen.

Kinotipp: „The Call Up” – Start am 20. Mai 2016

Im Jahr 2016 erscheinen nicht nur die ersten VR-Headsets für Konsumenten, auch Filme zum Thema kommen in die Kinos. The Call Up ist der erste VR-Film in diesem Jahr. Der Streifen handelt von einer Gruppe Elite-Online-Gamers, die eine mysteriöse Einladung zu einem Virtual-Reality-Game erhalten.

Viel Spass in der virtuellen Welt!

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