10 TV-Technik-Begriffe einfach erklärt

16.07.2018
10 TV-Technik-Begriffe einfach erklärt

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Technik-Fachjargon kann frustrierend sein. Gerade im TV-Bereich wimmelt es von Begriffen, die eines gemeinsam haben: sie klingen unheimlich innovativ und wichtig. Welche wirklich relevant sind, wenn ihr euch ein neues Gerät anschafft, haben wir uns für euch angeschaut. Wenn ihr also wissen wollt, warum HD nichts mit HDR zu tun hat oder warum die Zukunft von OLED und QLED noch in den Sternen steht, seid ihr hier richtig. Wir haben drei Bereiche ausgesucht, die fürs Fernseherlebnis unverzichtbar sind: Auflösung, Kontrast und Licht.

Vorab ein kurzes Video, das zur Vorsicht beim Transport eines Fernsehers ermahnen soll, sonst passiert das:

DIE AUFLÖSUNG

Bei der Auflösung eines Fernsehers dreht sich alles um Pixel. Die Frage ist: Wie viele Pixel werden pro Seite des Fernsehers angezeigt? Je mehr, desto schärfer ist das Bild! Hier haben wir gleich unseren ersten Begriff: HD ready.

HD ready

HD ready kam um das Jahr 2000 heraus und bedeutet „bereit für HD“. Gegen die Bildqualität von Röhrenfernsehern (720×576 Bildpunkten) ist HD ready (1.280×720 Pixel) ein Augenschmaus, nach heutigem Standard liegt HD ready jedoch am unteren Ende des Möglichen.

Full HD 1080p

Deutlich besser dagegen ist Full HD 1080p – unser zweiter Begriff. Die Technologie kam direkt nach HD ready. Darunter wird eine Auflösung von 1920×1080 Pixel verstanden – endlich ein Format, das die Bezeichnung „high definition“ verdient hat. Mit einem Full HD Gerät kann man heute alle privaten sowie öffentlich-rechtlichen HD-Programme in guter Qualität empfangen, ebenso Streamingdienste wie Netflix.

UHD und 4K

Natürlich ist die Entwicklung nicht dabei stehengeblieben. Zwei Technologien sind hier – als unser dritter und vierter Begriff – zu nennen: UHD und 4K. Der erste steht für Ultra High Definition (zu Deutsch so viel wie „Ultrahohe Auflösung“). Händler bieten ihre UHD-Geräte oftmals unter dem Begriff 4K an – da dies nahezu dasselbe ist. Aber nicht ganz: UHD hat eine Auflösung von 3.840×2.160 Pixel. 4K (zu Deutsch: Viertausend) dagegen bezeichnet ursprünglich die Kinoauflösung von 4.096×2.160 Pixel. Der Unterschied ist natürlich minimal – ob man jetzt echtes 4K oder UHD empfängt, ist relativ gleich. Was man wissen sollte ist, dass die Begriffe oft synonym verwendet werden.

Wer braucht was?

Streamingdienste wie Netflix und Co. arbeiten derzeit fleißig daran, ihr UHD-Sortiment auszubauen, außerdem digitalisieren sie alte Serien und Filme auf diesen Standard. Wer also gerne streamt, kommt mit UHD immer mehr auf seine Kosten. Zudem können 3D-Filme über UHD gezeigt werden. Natürlich gibt es daneben noch eine Menge an Filmen, die man sich in UHD-Qualität kaufen kann. Wer sich einen neuen Fernseher anschaffen will, sollte sich UHD jedenfalls einmal durch den Kopf gehen lassen.

DER KONTRAST

Ein guter Fernseher besticht nicht nur durch eine hohe Auflösung – das wissen wir spätestens seit HDR. Der fünfte kryptische Name auf unserer Liste. Technologien wie HDR steigern die Qualität der Fernseherfahrung, ohne die Auflösung zu verändern, aber wie funktioniert das?

HDR

HDR bedeutet High Dynamic Range (zu Deutsch: „Bild mit hohem dynamischem Umfang“) und ist eine Technologie zur Erzeugung eines Hochkontrastbildes. Das heißt: höhere Kontraste, tieferes Schwarz, intensiveres Leuchten. Auf einmal kann auf einem Bild sowohl ein gleißendes Licht als auch ein alles verschluckendes Schwarz zu sehen sein. So schafft es das Auge bei HDR-Film, Details selbst in tiefem Schatten zu erkennen. Die Technologie hat einen völlig neuen Zugang zum Konzept „Fernsehen“ gebracht.

Sie funktioniert durch das Übereinanderlegen mehrere Varianten eines Bildes. Tatsächlich sieht man also nicht eine Aufnahme, sondern mindestens drei Aufnahmen, die jeweils andere Kontraste betonen. Ineinander geschmolzen ergeben sie dieses einmalige TV-Erlebnis.

Wer mehr darüber erfahren möchte, findet hier den entsprechenden Artikel.

HDR10

Wenn ihr euch für HDR entscheidet, gibt es zwei Versionen dieser Technologie: HDR10 und Dolby Vision. Damit sind wir bei unserem sechsten und siebten Begriff. Was bedeuten die beiden Ausdrücke und worin unterscheiden sie sich? Während bei der TV-Auflösung Pixel das Schlüsselwort ist, ist es bei HDR Farbe. HDR10 bietet dem Zuschauer ein Spektrum von 1 Milliarde Farben – das ist eine gewaltige Bandbreite.

Dolby Vision

Dolby Vision schafft es jedoch, diese um einiges zu übertreffen – mit bis zu 69 Milliarden Farben. Das einzige Problem: Nahezu kein Endgerät kann diese Menge an Farben überhaupt wiedergeben. Also ist es hierbei wieder ähnlich wie bei der Auflösung: Wer in die Zukunft investieren will, sollte sich Dolby Vision anschaffen, für alle anderen ist HDR10 mehr als ausreichend.

DAS LICHT

Ein noch so hochauflösendes und kontrastreiches Bild bei einem Fernseher bringt nichts ohne eine dritte Größe: das Licht. Die Lichtquellen eines Fernsehers sind entweder in den Ecken, dem Rücken oder gleich im Bildschirm eingebaut. In diesem Feld begegnen wir unseren letzten drei Begriffen: LED, QLED und OLED. Sie unterscheiden sich in Preis und Leistung.

LED

LED bedeutet auf Deutsch „Lichtemittierende Diode“. Die meisten Flachbildschirme heutzutage sind LED-Fernseher. Sie sind dünn, stromsparend und erschwinglich. Die Beleuchtung funktioniert durch Flüssigkristalle. LED-Fernseher beleuchten den Screen entweder von der Seite (Edge-LED) oder aber direkt von hinten (Full Backlight). Von dort aus strahlt LED weißes Licht. Die Technologie ist unkompliziert, aber nicht perfekt. Teilweise kann zum Beispiel Schwarz nicht so sauber dargestellt werden, wie man es gerne hätte. Alles in allem ist LED jedoch eine gute Wahl – mit Optimierungspotenzial.

QLED

QLED ist die LED-Version von Samsung. Der Konzern ist so von seiner Technologie überzeugt, dass er sich vollkommen auf deren Ausbau fokussiert hat. Auch bei QLED kommt Licht durch LED von außen dazu. Hinter den Flüssigkristallen der LED-Beleuchtung liegt jedoch noch eine weitere Schicht, mit sogenannten Quantum Dots. Daher auch der Name Q-LED. Quantum Dots sind winzige Nano-Kristalle. Anstatt nur mit weißem Licht, werden die Pixel des Fernsehers hierbei mit Licht in ihrer eigenen Farbe versorgt! Das Ergebnis: ein klares und feines Farbspektrum. Übrigens: Samsung hat seine Forschung an QLED öffentlich gemacht – nun können auch andere Anbieter auf die Technologie zugreifen. Der Grund: Der Konzern will Reichweite schaffen, um seinen Konkurrenten OLED zu übertrumpfen.

OLED

Der Name OLED steht für Organic-LED. Die Technologie wird vom südkoreanischen Technik-Riesen LG vorangetrieben. Im Unterschied zu QLED leuchtet bei OLED-Fernsehern der Bildschirm selbst – und nicht ein Panel im Rücken des Fernsehers. Die Vorteile: extrem flaches Design, niedriger Energieverbrauch und das tiefste Schwarz überhaupt. Im Jahr 2016 hat LG einen Tunnel aus 200 OLED-Bildschirmen gebaut – hier das Video dazu:

Auch wenn beide Technologien bereits billiger geworden sind, kosten sie immer noch erheblich mehr als die LED-Geräte. Welcher der beiden Technologien im Endeffekt die Zukunft gehört, steht noch in den Sternen. Bisher ist nur klar, dass jeweils die eine dort Stärken hat, wo die andere Schwächen aufweist: OLED hat ein perfektes Schwarz, QLED dagegen kann Licht dorthin im Bild manövrieren, wo diese am meisten gefragt ist.

Sowohl OLED als auch QLED sind in der Regel HDR-kompatibel. Wenn ihr euch noch mehr in die beide Technologien vertiefen wollt, findet ihr hier einen OLED– und einen QLED-Artikel.

Soviel zur Theorie – ob und in welchen Bereich sich ein Umstieg auf die neuen Technologien lohnt, entscheidet natürlich auch die Praxis im Geschäft. Lasst euch überraschen – viel Spaß dabei!

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