CES 2020: Was bringt 8K-TV?

24.02.2020
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Der Trend am TV-Markt heißt 8K – mit der populärsten Elektronikmesse der Welt, der CES 2020, sind die neuen Geräte endlich auch für Endkunden erhältlich. Ob sich ein 8K-Fernseher lohnt, ist eine Frage des Blickwinkels. Darum werfen wir heute für euch zu allererst einen Blick auf die gehypte Technologie und nehmen im Anschluss noch weitere TV-Innovationen der Consumer Electronics Show 2020 in Las Vegas unter die Lupe.

8K heute: Zu groß, zu teuer, keine Filme

8K-Fernsehdisplays mit rund 2,50 Metern Diagonale werfen die Frage auf, für welche Wohnzimmerdimensionen die Geräte eigentlich produziert werden. Zum Vergleich: Im Schnitt kaufen Kunden Geräte mit 50 Zoll Durchmesser (1,3 Meter). Aber nicht nur die Größe sprengt den Rahmen: bei Preisen von 16.000 bis 60.000 Euro kosten die Geräte so viel wie ein Neuwagen. Klar: auch ab 5.000 Euro gibt es 8K-Geräte, nur sind deren Bildschirme entsprechend kleiner, und die bessere Auflösung fällt kaum ins Gewicht. Hier lohnen sich die hochauflösenden 4K-Fernseher weitaus mehr. Hinzu kommt, dass derzeit kein Film- und Fernseh-Material in 8K-Qualität produziert wird…

Abwarten und 4K genießen …

Allerdings bieten Hersteller wie Samsung und LG mit dem sogenannten ‚Upscaling‘ Übergangslösungen an. Bei Inhalten mit unzureichender Auflösung (derzeit alle regulären TV-Inhalte) füllt eine Künstliche Intelligenz in den Fernsehern die entsprechenden Lücken mit passendem Bild-Material. Allerdings sind damit nicht die beiden gravierendsten Probleme – Preis und Größe – gelöst. Unser Fazit: Abwarten und 4K genießen. In einigen Jahren werden die 8K-Fernseher leistbarer sein. Und in weiterer Zukunft werden sich schließlich auch 8K-Kameras durchsetzen. Ob 8K in einem durchschnittlichen Wohnzimmer jemals sinnvoll sein wird, bleibt ungewiss.

4K: Standard mit vollem Programm

Wer messerscharfe Auflösung will, hat mit 4K-Inhalten heute schon, was er will. Der aktuelle Standard hat sich gut etabliert: ein großer Teil der österreichischen Haushalte genießt ihr Fernseherlebnis in 4K- und damit UHD- Auflösung (Ultra High Definition und 4K sind weitgehend synonym). Entsprechende Fernseher sind leistbar und die Sender liefern die passenden Inhalte für das Format. So bietet HD Austria mit Insight TV UHD, Fashion 4K und Eurosport 1 4K (auf dem Kanal UHD 1) bereits drei 4K-Sender an. Wie das geht? 4K-Kameras kommen mittlerweile großflächig bei Sport-, Film- und Serien-Produktionen zum Einsatz.

Weitere CES 2020-Highlights: TV hochkant …

Zwei Asse hat Samsung dieses Jahr im Ärmel. Der TV Q950TS ist ein 8K-Gerät mit einem nur 2,3 Millimeter dünnen Displayrahmen. Damit hat der Fernseher so gut wie keinen Rand. Ein optischer Hochgenuss, praktische Veränderungen bringt das allerdings kaum. Upscaling ist per KI natürlich mit dabei. Ein weiteres Highlight: Sero – ein Fernseher, der sich ans Smartphone koppelt. Wer das Handy verwendet, sieht automatisch alles am TV. Aber hält man das Handy nicht immer hochkant? Kein Problem: Sero bedeutet auf Koreanisch ‘vertikal‘. Ein Knopfdruck und der 43-Zoll Bildschirm dreht sich aufrecht. In Korea kommt das Produkt bereits seit April ausgesprochen gut an, nun sollen weitere Märkte erobert werden. Auflösung: 4K.

… und ausrollbare TV-Geräte von LG

Technik-Vorreiter LG bringt bei der CES 2020 14 neue OLED-Geräte ins Lineup. Mit dabei: der ausrollbare Fernseher von LG. Dieser wird aus einem Kasten ausgefahren und nimmt damit extrem wenig Platz ein. Natürlich hat LG auch 8K-Fernseher im Programm, die unter dem Namen ZX laufen. Spannend ist in diesem Jahr jedoch besonders der Ansatz für einen kleineren OLED-Fernseher bei LG. Der Vorteil: mit 48-Zoll-Bildschirmdiagonale wird OLED spürbar günstiger (mehr Infos zu OLED, der Lichttechnologie mit fast 100%-igem Schwarz gibt‘s hier). Da LG auch für die Konkurrenz produziert, steht allgemein erschwinglichen OLED-Geräten ab nun nichts mehr im Weg.

Schwarz sehen mit TCL und Hisense

TCL arbeitet dagegen an ausgesprochen kleinen Backlights. Wozu? Es geht um ein besseres Schwarz: LCD-Fernseher kombinieren Hintergrundbeleuchtung mit LCD. Solange aber beleuchtet wird, gibt es natürlich kein tiefes Schwarz. Mini LEDs sollen nun aber abschaltbar sein und dadurch neue Schwarz-Tiefen erreichen. Dieses „Direct Backlight“ gibt es auch bei anderen Geräten – aber nicht so feinmaschig wie die zehntausend Lämpchen, die TCL entwickelt. Hisense dagegen lässt 8K erstmal noch ruhen und setzt stattdessen auf ein eigenes LCD-Gerät. Dieses soll ein Schwarz wie bei OLED erzeugen – aber günstiger. Wir bleiben gespannt.

Das Fazit der CES 2020: die TV-Zukunft heißt 8K, doch die Technologie ist derzeit noch Zukunftsmusik.

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