Eine neue Ära beginnt: Die coolsten 2000er Serien im neuen Millennium

17.05.2021

Mit dem Jahr 2000 begann ein neues Zeitalter für die Menschheit. Neue Technologien wie Social Media, Smartphones und Tablets bahnten sich ihren Weg. Auch die Machart der Serien veränderte sich im Vergleich zu den 90er Serien. Drehen wir das Rad der Zeit zurück und tauchen wir gemeinsam in einige der coolsten 2000er Serien ein, die diese Zeit geprägt haben!

Lost (2004-2010)

Die erfolgreiche Dramaserie von J. J. Abrams und Damon Lindelof rund um einen Flugzeugabsturz und die 48 Überlebenden begeistert noch heute seine Fans. 2006 wurde die Serie sogar mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Nachdem Menschen der unterschiedlichsten Herkunft auf einer kleinen Insel gestrandet sind, müssen sie miteinander zurechtkommen. Wenn das nur alles wäre, mit dem sie auf der mehr als eigenartigen Insel konfrontiert werden.

Die Gruppe der Überlebenden hat mit dem Arzt Jack Shepard (Matthew Fox) schnell einen Anführer. Ebenfalls spannend: neben der Handlung auf der Insel, werden auch Rückblicke ins frühere Leben, Blicke in die Zukunft und anderweitige Zeitsprünge eingesetzt, um die Zuschauer zu verwirren.

Gilmore Girls (2000-2007)

Eine Mutter-Tochter-Beziehung ist zwar meist gut, doch nur selten so freundschaftlich wie zwischen Lorelai Gilmore (Lauren Graham) und Tochter Rory (Alexis Bledel). Dreh- und Angelpunkt der Serie ist das kleine Örtchen Stars Hollow, in dem Lorelai ein kleines Hotel leitet. Die sieben Staffeln lange Serie kam 2016 überraschend mit einer 4-teiligen Mini-Serie zurück. In den vier Folgen je 90-minütigen Folgen, wurde das Leben in den Jahren nach dem Serienende erzählt. Aktuell gibt es wieder Spekulationen über eine weitere Staffel. Vor allem, nachdem die Mini-Serie mit einem Cliffhanger ‚beendet‘ wurde.

O.C., California (2003-2007)

Bei O.C., California ist nicht nur der Themesong legendär. Einer der Gründe, warum die Serie so erfolgreich war: Produzent und Autor Josh Schwartz war beim Serienstart selbst erst 26.

Nachdem der junge Ryan Atwood (Ben McKenzie) bei einem Autodiebstahl erwischt wird, trifft er auf den Menschen, der sein Leben verändern soll. Sein Pflichtverteidiger Sandy Cohen (Peter Gallagher) schließt ihn ins Herzen und kümmert sich fortan um ihn. Ryan, der aus armen Verhältnissen kommt, lebt fortan in der High-Society-Welt von Newport Beach und findet sich schnell in Romanzen, Intrigen und Machtspielen wieder.
Sehr interessant für alle Fans: die beiden O.C. Originale Rachel Bilson und Melinda Clarke (alias Summer Roberts und Julie Cooper) sprechen im Podcast „Welcome to the OC, Bitches!“ jede Woche über eine Episode der Kultserie. Zusätzlich verraten sie einige Geheimnisse von hinter den Kulissen und führen Interviews mit Gästen, wie Josh Schwarz, Peter Gallagher oder dem Casting Director, der ausplaudert, wer aller im Rennen war.

Firefly – Aufbruch der Serenity (2002 – 2003) 

Im Mittelpunkt der Serie von Joss Whedon steht die Crew des Raumfrachters Serenity rund um Captain Malcolm Reynolds (Nathan Fillion), die sich mit Schmuggel über Wasser hält. Der ungewöhnliche Genremix aus Science-Fiction und Western, gewürzt mit schlagfertigem Wortwitz und Action, gilt heute als Kultklassiker. Trotzdem ist Firefly eine jener Serien, die es nicht über die erste Staffel hinausgeschafft haben – obwohl sie unter anderem mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Der Grund dafür war eine Reihe unglücklicher Umstände. So wurde aus unerfindlichen Gründen Firefly in den USA in der falschen Reihenfolge ausgestrahlt. Die Pilotfolge, welche die Charaktere einführen sollte, lief als Letztes im TV. Das erklärt auch, warum die Serie nach ihrem DVD-Release so viel besser ankam. Außerdem lief die Serie auf dem berüchtigten „Death Slot” – der Sendeplatz am Freitagabend, wo Serien oft nur eine kurze Lebensdauer haben. Natürlich ist auch noch die Promo-Kampagne in eine völlig falsche Richtung gegangen und hat den Eindruck erweckt, als würde es sich um eine Comedyserie handeln. Viele Zuschauer hatten ganz andere Erwartungen und waren enttäuscht.  

The Wire (2002 – 2008)

The Wire ist eine authentische und anspruchsvolle Krimi-Serie, die mit allen Regeln bricht: Die absolut sehenswerte Serie verzichtet auf Helden, stattdessen veranschaulichen mehr als dreißig gleichberechtigte Charaktere, wie ein gescheitertes System Menschen in verheerende Bahnen lenkt. Der Star der Serie ist letztlich das verfallende Baltimore selbst, das interessanterweise von britischen und irischen Schauspielern wie Idris Elba, Dominic West und Aiden Gillen bevölkert wird. Jede Staffel lenkt die Aufmerksamkeit auf einen speziellen Aspekt des Lebens in der hochkriminellen Stadt. Die Handlung ist komplex und wer nicht aufmerksam dabei ist, verliert schnell den Faden – doch genau das macht den Reiz der Serie aus! The Wire wurde übrigens von den beiden Insidern David Simon und Ed Burns geschrieben. Simon arbeitete 13 Jahre lang als Polizeireporter für die Baltimore Sun, Burns war 20 Jahre lang als Polizist in Baltimore aktiv – unter anderem im Mordkommissariat und im Drogendezernat. Die Serie ist dementsprechend authentisch und hebt sich positiv von vielen anderen Krimi-Serien ab.

Band of Brothers – Wir waren wie Brüder (2001)  

Die zehnteilige Miniserie basiert auf dem gleichnamigen Buch des Historikers Stephen Ambrose und schilderte die Erlebnisse der Fallschirmjäger der Easy Company im 2. Weltkrieg. Ein Highlight der erfolgreichen 2000er Serie sind die Kommentare von Veteranen der Easy Company, die neun der zehn Folgen einleiten. Nach Band of Brothers und The Pacific (2010) kommt voraussichtlich 2022 mit Masters of the Air die dritte von Tom Hanks und Steven Spielberg produzierte Serie über den 2. Weltkrieg. Die Dreharbeiten haben laut Regisseur Cary Fukunaga Ende April 2021 begonnen. Geplant sind zehn Folgen wie bei der zum Klassiker gewordenen und mit dem Emmy ausgezeichnete Vorgänger Band of Brothers.

Breaking Bad (2008 – 2013)

Breaking Bad veränderte durch seine unorthodoxe Erzählstruktur und spannungsgeladene Atmosphäre die gesamte TV-Szene nachhaltig. Zwei Golden Globe Auszeichnungen, mehrere Emmys und sogar einen Eintrag in das „Guinness-Buch der Rekorde 2014“ als beliebteste Serie der Welt konnte die Kultserie verbuchen. Im Fokus steht der an Krebs erkrankte Chemielehrer Walter White (Bryan Cranston), der zum Drogen-Baron wird, um seiner Familie nach seinem Ableben ein anständiges Erbe zu hinterlassen. Neben den hervorragenden Leistungen der Schauspieler ist der Erfolg der Serie aber vor allem auch Showrunner Vince Gilligan zu verdanken, der die Serie erfunden und maßgeblich am Drehbuch mitgewirkt hatte. Er war es auch, der El Camino (2019) produzierte, dessen Handlung nahtlos am Finale der Serie ansetzt und die Geschichte weitererzählt. Im Film taucht auch Walter Whites legendäre Zitat aus der Serie auf: „Ob ich im Meth-Business oder im Geld-Business bin? In keinem von beiden. Ich bin im Imperium-Business.“ Noch ein Tipp für alle Fans: 2017 erschien Bryan Cranstons Autobiographie mit dem Titel „Hauptsache, die Chemie stimmt – Mein Leben mit und ohne Breaking Bad“.

Prison Break (2005-2009, 2017)

Die Actionthriller Serie Prison Break rund um den Architekten Michael Scofield (Wentworth Miller) und seinen unschuldig zum Tode verurteilten Bruder Lincoln Burrows (Dominic Purcell) zog Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt in ihren Bann. Die Dreharbeiten fanden teilweise in einem echten Gefängnis statt, das 2002 geschlossen wurde. Dort war der berüchtigte Serienkiller John Wayne Gacy inhaftiert, in dessen ehemaliger Zelle ebenfalls gedreht wurde – eine wahrhaft schaurige Erfahrung für einige Schauspieler. Die Serie war so erfolgreich, dass sie sogar Eingang in der Realität fand. „Prison Break LIVE“ war ein Bootcamp, das Teilnehmern reale Erfahrungen in einem Gefängnis anbot. Das Bootcamp fand in USA, Australien, Großbritannien, China, Deutschland und Mexiko statt. 2017 wurde die spannend inszenierte Serie schließlich mit einer 5. Staffel fortgesetzt. Die kolportierte Verlängerung um eine sechste Staffel wurde im November 2020 allerdings zurückgenommen. Der Grund: Wentworth Miller will sich künftig homosexuellen Rollen widmen, und möchte daher die Rolle von Michael Scofield nicht mehr spielen.

How I Met Your Mother (2005-2014)

Neun Jahre und ebenso viele Staffeln brauchte Familienvater Ted Mosby (Josh Radnor), um seinen Kindern die Geschichte zu erzählen, wie er ihre Mutter kennengelernt hatte. Typisch für die Serie ist die nicht-chronologische Erzählweise – es gibt Rückblenden, Zeitsprünge und nachträgliche Ergänzungen zur Geschichte, sodass die Serie tatsächlich wie eine mündliche Erzählung von Ted wirkt. Für alle Fans gibt es übrigens freudige Nachrichten: Nach einem gescheiterten Nachfolge-Projekt wird die Serie nun doch fortgesetzt – allerdings aus der anderen Perspektive: Unter dem Titel How I Met Your Father erzählt Sophie (Hilary Duff) ihrem Sohn, wie sie seinen Vater kennengelernt hat. Die erste Staffel wird aus zehn Folgen bestehen. Die Produktion hat bislang noch nicht begonnen, daher wird es auch noch eine Weile dauern, bis es einen Trailer zu sehen gibt. Ein Termin für die Premiere wurde ebenfalls noch nicht bekanntgegeben

Dexter (2006-2013)

In der schwarzhumorigen Dramaserie geht es um den attraktiven Serienkiller Dexter Morgan (Michael C. Hall), der ausgerechnet als Forensiker beim Miami Metro Police Department arbeitet. Die hervorragend geschriebene Story nimmt im Verlauf der Serie eine zunehmend düstere Eigendynamik an und steigert den Spannungsbogen am Ende bis zum Anschlag. Trotzdem waren viele Fans vom Ende der Serie enttäuscht. Nun soll es eine 9. Staffel mit einem neuen Ende für Dexters Geschichte geben. Die Handlung setzt 10 Jahre nach dem Ende der 8. Staffel an und setzt Dexters Geschichte fort, nachdem er während des Hurrikans Laura verschwunden ist und ein neues Leben als Holzfäller in Oregon begonnen hat. Die Dreharbeiten mit Michael C. Hall als Dexter Morgan haben bereits begonnen, als Erscheinungstermin wurde Herbst 2021 angekündigt.

Black Books (2000 – 2004)

Wer auf britischen Humor steht, muss diese Sitcom-Serie unbedingt gesehen haben! Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei am Leben scheiternde Exzentriker in einer Londoner Buchhandlung. Bernard Black (Dylan Moran), Misanthrop und Eigentümer des kleinen Buchladens, die meist betrunkene Freundin Fran Katzenjammer (Tamsin Greig) sowie Ladengehilfe Manny Bianco (Bill Bailey), den Bernhard vor allem braucht, um ihn drangsalieren zu können. Hier eine kleine Kostprobe des komischen Kleinods: Als Bernard ein Formular ausfüllen soll, in dem nach dem Mädchennamen seiner Mutter gefragt wird, ist er ratlos: „Ich weiß nicht mal, wie die mit Vornamen hieß. Hab sie immer nur ‚Ma‘ genannt – das muss reichen!“

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