Manga vs. Anime: Die japanische Popkultur

02.03.2015
Anime versus Manga: Was Sie schon immer über japanische Popkultur wissen wollten

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Anime und Manga – beide wichtige Bestandteile der japanischen Populärkultur – gewinnen in westlichen Ländern immer mehr an Bekanntheit und Beliebtheit. Dennoch herrscht häufig Unklarheit darüber, was diese beiden Begriffe eigentlich bedeuten und wo die Unterschiede liegen. Hier daher ein kleiner Einblick in die faszinierende Welt von Anime und Manga.

Manga – japanische Comics

In Japan steht der Begriff Manga (jap. zwangloses, ungezügeltes Bild) für alle Arten von Comics, Bildergeschichten oder Karikaturen – egal, ob sie aus Japan oder einem anderen Land stammen. Im Westen bezeichnete man mit Manga allerdings meist nur Comics aus Japan, mittlerweile wird der Begriff aber auch zunehmend für Comics aus anderen Ländern verwendet, die sich am Stil japanischer Produktionen orientieren. Mangas werden übrigens entsprechend der japanischen Schreibweise „verkehrt“, also von rechts nach links gelesen.

Charakteristisch für japanische Mangas sind die zahlreichen Genres, die unterschiedlichste Leserschichten anziehen. Es gibt Mangas für alle Altersschichten und zu verschiedensten Themen. Allerdings sind ein großer Teil der Leser von Manga hierzulande Mädchen bzw. junge Frauen, was wohl auch zu dem Vorurteil geführt hat, Mangas seien nur für Kinder und Jugendliche gemacht. Mangas, die sich an ein erwachsenes Publikum richten, etwa Manga zu den Themen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft oder Manga, die den ganz normalen Alltag zeigen, sind im deutschsprachigen Raum leider noch wenig beachtet.

In Japan haben sich Mangas bereits einen festen Platz als Genre des künstlerischen Ausdrucks erobert. Dies scheint durchaus gerechtfertigt, betrachtet man die unglaubliche Fülle an Details in den Bildern, insbesondere auch im Vergleich zu westlichen Comics. Zu den bekanntesten Manga gehören neben Akira, Dragonball, Naruto und Sailor Moon auch One Piece, Detektiv Conan sowie Inuyasha.

 

In Abgrenzung zu den japanischen Manga werden Comics aus Südkorea übrigens als Manhwa und Comics aus dem chinesischen Raum als Manhua bezeichnet. Mangas, die den Beinamen Dōjinshi tragen, sind Arbeiten von Mangafans.

Anime – japanische Animationsfilme

Anime  ist eine Verkürzung des japanischen Lehnwortes animēshon (von englisch animation) und steht in westlichen Ländern für Animationsfilme, die in Japan produziert wurden. In Japan selbst steht Anime für alle Arten von Animationsfilmen – egal, ob sie im eigenen Land produziert oder importiert wurden.

Anime sind sozusagen das auf dem Bildschirm zum Leben erwachte Pendant zum Manga. Viele Mangas werden daher auch als Anime verfilmt.

Ebenso wie Mangas stellen Anime Gesamtkunstwerke dar, bei denen die Stimme der Synchronsprecher, Musik und Geräusche, unterschiedlichste Zeichenstile, spezielle Blickwinkel, Bilder sowie die von den Figuren vorangetriebene Handlung zusammenwirken.

Das Spektrum der Animes ist hinsichtlich Genre und Publikum ähnlich dem Manga äußerst vielfältig: Anime für Kinder, für männliche bzw. weibliche Jugendliche sowie für Männer und Frauen aller Altersklassen. Bei den Genres gibt es etwa Science-Fiction, Fantasy, Humor oder Sport.

Die Geschichte der Anime in Japan geht zurück bis in die 1950er Jahre, als das Fernsehen in Japan zu boomen begann. Die erste richtige Serie mit einer komplexen Handlung war 1963 „Tetsuwan Atomu“ (Astro Boy) des Manga-Zeichners Tezuka Osamu, der in Japan noch heute als „Gott des Manga“ verehrt wird.

Im deutschsprachigen Raum wurde 1971 Speed Racer als erster Anime Film ausgestrahlt, und nach nur drei Folgen aufgrund von Protesten wieder eingestellt. Die Serie wurde von Eltern, Pädagogen und Medien als „Horror-Comic“ und „Blut- und Karambolagenspektakel“ schwer kritisiert. Mit der Serie Heidi wurde dann 1977 nach einer Reihe von Co-Produktionen (ZDF, ORF, Japan) wieder ein „echter“ japanischer Anime ausgestrahlt, der nach der Vorlage eines Romans aus der Schweiz gedreht wurde. Der eigentliche Manga-Boom im deutschsprachigen Raum begann allerdings erst mit der Veröffentlichung der Serien Dragonball ab 1997 und Sailor Moon ab 1998.

Animexx – Europas größtes Portal für Anime und Manga

Das Fanportal Animexx stellt mit 130.000 Mitgliedern und über drei Millionen Zugriffen pro Tag das  europaweit größte Fanportal für Anime und Manga dar. Der Onlineclub steht allen kostenlos offen, die an Anime, Manga und japanischer Kultur interessiert sind. Wer also in die Welt der japanischen Popkultur tiefer eintauchen möchte, ist hier gut aufgehoben. Sie finden bei Animexx auch eine sehr gute Übersicht, wann Anime im Fernsehen ausgestrahlt werden.

ANIMAX – der Sender für Anime und Popkultur

Der deutschsprachige Pay-TV-Sender aus dem Hause Sony Picture Television, der die ganze Welt der Anime-Kultur vereint. Fans der japanischen Kultfilme sehen hier seit 2007 die weltweit besten Anime-Produktionen aller Genres. ANIMAX zeigt mehr als 1.000 Anime-Episoden pro Jahr, zu den erfolgreichsten Programmen zählen die Animeserien NARUTO, SAILOR MOON und D.GRAY-MAN. ANIMAX kann in Österreich via Satellit über HD Austria empfangen werden.

Inklusive allen HD Austria -Sendern und mehr als 40 frei empfangbaren HD-Sendern teilweise mit und ohne Signalschutz über Astra 19,2°E. Frei empfangbare Sender sind gratis und unverschlüsselt auf HD Austria-fähigen Empfangsgeräten empfangbar, aber nicht Teil des HD Austria-Pakets. Die mit * gekennzeichneten HD-Sender sind nur mit neuer HD Austria-Hardware bzw. der HD Austria NOW App empfangbar.
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