Es werde Musik!

15.02.2021

Musik und Film haben nicht erst seit der Erfindung des Tonfilms eine enge Symbiose miteinander – schon zu Stummfilmzeiten wurden die Bilder musikalisch begleitet, zumeist von Live-Musik. Wir haben uns in der jüngeren Filmgeschichte umgesehen und in einer rein subjektiven Auswahl einige der besten und berühmtesten Musik-Filme zusammengestellt.

Autor: Matthias Greuling

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ALMOST FAMOUS (2000)

Cameron Crowes Musikfilm ist einer der seltenen Glücksfälle, bei denen die Musik selbst, aber auch das Drumherum mit viel Liebe zum Detail eingefangen wurde. Die Geschichte dreht sich um einen jungen Musikjournalisten, der im Jahr 1973 der Band Stillwater auf Tour folgt, um eine Reportage über die Musiker zu schreiben – für den einflussreichen und berühmten „Rolling Stone“. Touralltag, Leidenschaft für Musik (und Drogen und Sex und für alles, was dazugehört), fängt Crowe phänomenal ein; als Highlight besetzte er die junge Kate Hudson in der Rolle des Groupies Penny Lane. Ein Hit!

LAST DAYS (2005)

Gus van Sant hat 2005 mit „Last Days“ über die letzten Tage im Leben von Nirvana-Frontman Kurt Cobain reflektiert. Michael Pitt spielte darin den Musiker, der seinem Leben 1994 mittels Schrotflinte ein Ende gesetzt hatte. Der Film sucht nach den Spuren, die dazu führten, dass Cobain sich in sein Haus in Seattle zurückzog, um zu sterben. Es geht hier viel um Musik und um Drogenentzug, Psychosen und um ein turbulentes Leben, das der fiktive Musiker Blake hier im Rückspiegel vorbeiziehen lässt.

PURPLE RAIN (1984)

Bei „Purple Rain“ hat man das Gefühl, einem einzigen, überlangen Musik-Videoclip beizuwohnen. Popstar Prince kann hier als Musikgott changieren zwischen Balladen-Klängen und Elektrogitarre, der Titelsong wurde zu einem Welterfolg.

THE SOUND OF MUSIC (1965)

Es ist der berühmteste Musik-Film über Österreich, den man in Österreich eigentlich kaum kennt. Die Geschichte der Trapp-Familie im schönen Salzburg zeigt eine heile Welt, die heute jeder Amerikaner mit Austria verbindet. Wenn man so will: Die Initialzündung der Tourismuswerbung, von der Österreich bis heute profitiert. Das Musical mit Julie Andrews und Christopher Plummer wurde mit fünf Oscars ausgezeichnet, die Filmmusik von Rogers und Hammerstein gehört zu den erfolgreichsten Scores aller Zeiten.

A STAR IS BORN (2018)

Von diesem Stoff gab es einige Versionen, etwa jene von 1937 mit Barbara Stanwyck und Fran Fay, jene von 1954 mit Judy Garland und James Mason und jene von 1976 mit Barbra Streisand und Kris Kristofferson. Keine Version sorgte aber für so viel Aufsehen wie das Regiedebüt von Bradley Cooper, der hier einen versoffenen Musiker spielt und sich in den aufsteigenden Stern Ally verliebt, kongenial interpretiert von Pop-Queen Lady Gaga. Ihre Musik dazu – vom oscarprämierten „Shallow“ bis „Always Remember Us This Way“ – regierte monatelang die Charts auf der ganzen Welt. Die Leinwandliebe zwischen Cooper und Gaga wirkte für manche so echt, dass man den beiden eine Affäre andichtete. Doch weit gefehlt: Alles nur Show für den Film!

8 MILE (2002)

Rapper Eminem spielte in „8 Mile“ B-Rabbit, einen armen jungen Mann, der in einem Mobilehome am Stadtrand von Detroit lebt und davon träumt, eines Tages als Rapper berühmt zu werden. Am Ende gipfelt der Film in einem gigantischen Rap-Battle, den B-Rabbit für sich entscheiden kann. Die Geschichte erzählt im Wesentlichen Eminems eigenen Werdegang nach.

THIS IS SPINAL TAP (1984)

Die Mutter aller Mockumentarys: Die Story über eine absolut lächerliche britische Metal-Band fühlte sich so real an, weil es im Musikbusiness genau diese Lächerlichkeit nur allzu oft tatsächlich gibt. Nicht wenige Zuschauer dachten damals wie heute, dass „This is Spinal Tap“ ein echter Film über eine echte Band ist – obwohl hier bloß alles erfunden ist.

WALK THE LINE (2005)

Joaquin Phoenix spielt in diesem Bio-Pic die Country-Legende Johnny Cash, der Film dreht sich vor allem um die frühen Jahre des Musikers, als er noch nicht der große Star war, der er später wurde. An Johnny Cashs Seite tritt hier Reese Witherspoon als June Carter auf, die Liebe seines Lebens. Beide machen viel durch, aber wenn auf der Bühne erst einmal das Licht angeht, spielen sie in einem anderen Universum.

THE DOORS (1991)

Es geht hier um die „Doors”, aber eigentlich geht es um deren charismatischen Bandleader Jim Morrison. Das Ganze inszeniert von niemand geringerem als Oliver Stone, das war schon bei der Premiere ein schier unglaubliches Setting. Weil Stone dem Film seinen Stempel derart massiv aufdrückte, fürchteten viele, der Film könne nur floppen. Doch das Gegenteil war der Fall: „The Doors“ zeigte eindrucksvoll, wie wichtig ein Mythos in der Musikwelt ist und wie schnell der Erfolg wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen kann.

RAY (2004)

Jamie Foxx interpretiert in seiner virtuosen Performance Ray Charles. Dafür studierte Foxx die Bewegungen und die Körpersprache des Musikers monatelang, sodass man tatsächlich glaubt, das Original vor sich zu haben. Das Bio-Pic, das Ray Charles‘ Geschichte von dessen Kindheit bis zum großen Ruhm nacherzählt, hat noch einen Trumpf: Auf dem Soundtrack singt Charles höchstselbst.

BLUES BROTHERS (1980)

Kein Ranking kommt ohne diesen Film aus: „We’re on a mission. From God“ – Dan Aykroyd und der nach seinem Drogentod zur Legende gewordene John Belushi ziehen umher, um ihre Blues Band wieder zusammenzutrommeln. Man will ein Konzert geben, um mit den Einnahmen das Waisenhaus zu retten, in dem die beiden einst aufwuchsen. Mit dabei: Großartige Musik-Performances von Aretha Franklin, James Brown oder John Lee Hooker.

AMADEUS (1984)

Hat Antonio Salieri, einst Hofkompositeur in Wien, seinen Zeitgenossen und Kollegen Wolfgang Amadeus Mozart ermordet? Von dieser Prämisse geht Milos Formans mit acht Oscars überhäufter Film aus – und erzählt die Geschichte des närrischen, infantilen Mozart, der von Gott auserkoren wurde, um göttliche Musik zu schreiben. Etwas, das Salieri sauer aufstieß und Mordlust in ihm weckte.

INSIDE LLEWYN DAVIS (2013)

Lakonisches Musikerdrama der Coen-Brüder: Oscar Isaac spielt Llewyn Davis, einen Folkmusiker im New York der 1960er Jahre, dessen Geschichte auf Dave Van Ronks basiert. Davis tingelt durch die Nachtclubs und hat kein Geld für eine eigene Wohnung. Bei dem Folk-Duo Jean & Jim, gespielt von Carey Mulligan und Justin Timberlake, übernachtet Davis eine Zeit lang – und dort scheint sich auch seine Karriere zum Besseren zu wenden. Der Film gewann 2013 den Großen Preis der Jury in Cannes.

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