Radsport WorldTour: Die Highlights 2018

05.04.2018
Radsport - 116. Eintagesfahrt Paris-Roubaix 2018 in Frankreich auf Eurosport 1 HD

Bildhinweis: Radsport – 116. Eintagesfahrt Paris-Roubaix 2018 in Frankreich auf Eurosport 1 HD © GettyImages

Die Radsport WorldTour 2018 ist bereits in vollem Gange, die großen Rennen liegen allerdings noch vor uns. Los geht’s am 8. April mit der „Königin der Klassiker“, dem Kopfsteinpflaster-Rennen Paris-Roubaix, das auch die „Hölle im Norden“ genannt wird. Danach geht’s Schlag auf Schlag weiter. Welche Termine man sich im Kalender rot anstreichen sollte, welche Teams sich neu aufgestellt haben und welche Grand Tour erstmals außerhalb Europas beginnt, erfahrt ihr hier.

Paris-Roubaix: Das Kopfstein-Extrem

Auf 257 Kilometern kämpfen die Profis der WorldTour 2018 um die Kopfsteinpflaster-Trophäe von Paris-Roubaix. Das Eintagesrennen startet am 8. April um 11 Uhr. Rund 55 km der Strecke führen über Kopfsteinpflaster und stellen damit Fahrer und Material auf extreme Belastungsproben. Ob sich Titelverteidiger Greg Van Avermaet gegen Profis wie Peter Sagan, Tiesj Benoot und Vincenzo Nibali durchsetzen kann, wird von der Tagesverfassung, taktischem Feingefühl und – nicht zu vergessen – einer guten Portion Glück abhängig sein.

Damit es bei der „Hölle im Norden“ künftig etwas weniger chaotisch zugeht, hat die UCI (Union Cycliste International) auch ein neues Reglement erlassen: Ab 2018 ist es für Fahrer bei Strafe verboten, sich an geschlossenen Bahnschranken vorbei zu schummeln. Gerade bei Paris-Roubaix kein seltener Anblick. Einen Rückblick auf die Highlights 2017 gibt’s in diesem Video.

Lüttich-Bastogne-Lüttich: Steiles Frühlingsfinale

Der Hügel-Klassiker des Frühlings zählt zu den härtesten Touren der Saison. Auf 258 Kilometern radeln die Profis gegen zermürbende elf Steigungen an, bevor sie auf den 1,5 Kilometern vor dem Ziel die letzte Anhöhe erwartet. Darüber, wie viele es am 21. April bis zum Endsprint bringen, kann man nur spekulieren. Alejandro Valverde würde man den Sieg jedenfalls gönnen. Es wäre nicht nur das fünfte Mal, dass Valverde den Klassiker für sich entscheidet, ein Sieg würde ihn zudem gleichauf bringen mit Lüttich-Bastogne-Lüttich-Rekordhalter und Radlegende Eddy Merckx. Außerdem wäre es ein wunderbares Geburtstagsgeschenk – einen Tag nach dem Rennen wird Valverde 38.

Giro d’Italia: Jerusalem – Rom

Zum ersten Mal in der Geschichte des Radsports wird eine der drei Grand Tours außerhalb Europas starten: Die Italienrundfahrt Giro d’Italia beginnt am 4. Mai in Jerusalem und endet am 27. Mai in Rom. Die Verbindung der beiden religiösen Zentren hat auch eine politische Komponente. Israels Premierminister Netanyahu hat Papst Franziskus offiziell zum Start des Giro d’Italia nach Jerusalem eingeladen. Ob Franziskus bei der Eröffnung des 23-tägigen Sport-Großereignisses dabei sein wird, ist noch nicht sicher. Hier gibt’s den genauen Etappenplan.

Tour de France: Von der Insel nach Paris

Auf das zweitgrößte Radereignis des Jahres folgt vom 7. bis zum 29 Juli das Rennen der Rennen: die Tour de France. Staubpisten, Sprints, Kopfsteinpflaster, Bergrouten, 65 abenteuerliche Kilometer durch die Pyrenäen und schließlich das große Finale entlang der Champs Élysée in Paris. Gestartet wird dieses Jahr auf der kleinen Insel Noirmoutier im Westen Frankreichs unterhalb der Loire-Mündung. Die genaue Route im Überblick findet ihr in diesem Video.

Vuelta a España: Malaga – Madrid

Den Kreis der Grand Tours schließt die alpin dominierte Strecke der Vuelta a España zwischen 25. August und 16. September. Von der andalusischen Küstenstadt Malaga geht es bis nach Madrid. Den genauen Streckenverlauf plus Höhenprofil der einzelnen Etappen findet ihr hier, alle Höhepunkte der Spanien-Rundfahrt 2017 gibt’s auf der offiziellen Vuelta a España Seite.

Nach der letzten Grand Tour erwartet uns im Herbst noch das „Rennen der fallenden Blätter“, die Lombardei-Rundfahrt am 13. Oktober. Titelverteidiger ist Vincenzo Nibali. Seinen Sieg bestritt er 2017 unangefochten, schaut euch die Highlights und den Endspurt hier noch einmal an!

Teams und Transfers

Kein Team war bei der WorldTour 2017 so stark wie das Team Sky rund um den viermaligen Tour de France-Sieger Chris Fromme. Nun hat Mikel Landa Sky verlassen und bei der spanischen Konkurrenz Movistar angeheuert. Außerdem hat das deutsche Sprint-Genie Marcel Kittel, ehemals Quick Step Floors, einen zweijährigen Vertrag mit Katusha Alpecin unterzeichnet.

Massiv aufgerüstet hat das Team UAE Emirates: Neben dem Mailand-San Remo-Sieger 2014, Alexander Kristoff, radeln nun auch noch der Vuelta a España-Erste aus derm Jahr 2015, Fabio Aru, sowie der Ire Daniel Martin bei Emirates. Letzterer konnte in der Vergangenheit bereits Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt für sich entscheiden.

Neues Reglement

Insgesamt 20 Profis weniger werden bei den Grand Tours 2018 an den Start gehen. So schreibt es die wohl wichtigste Regeländerung des UCI vor. Die Rennställe mussten ihre Teams für die Grand Tours auf acht Mitglieder stutzen, für alle anderen Rennen auf sieben. Die Idee dahinter: Einzelne Teams können so weniger Kontrolle über die Rennen entfalten.

Von den zahlreichen kleineren Neuerungen des UCI darf eine nicht unerwähnt bleiben: Ab dieser Saison sind aufblasbare Streckenelemente verboten. Warum? Der dramatische Zwischenfall bei der Tour de France 2016 hat der UCI anscheinend zu denken gegeben. Dabei stürzte das Ein-Kilometer-Banner auf Adam Yates. Hier die Szene noch einmal zur Erinnerung im Video. Streckenelemente dieser Art dürfen nun nur noch als Start und Zielpunkt sowie als Anzeige des letzten Kilometers verwendet werden.

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