Star Wars A New Hope: Pleiten, Pech & Trittbrettfahrer

28.05.2018
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© leshiy985/Shutterstock.com (Bildmaterial, das mit Lizenz von Shutterstock.com verwendet wird.)

Sätze wie „Ich bin dein Vater“, oder „It’s a Trap!“ sind längst Kult und werden wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit mit Star Wars verbunden bleiben. Angefangen hat alles aber im Jahr 1976 in den Elstree Studios in Großbritannien. Dort wurde nämlich der erste Streifen der Saga, Star Wars: A New Hope (1977), gedreht. Die Protagonisten des Films – von Luke Skywalker bis C-3PO – zählen heute längst zu den unsterblichen Helden der Leinwand. Mittlerweile hat sich aber auch um die Nebendarsteller ein echter Kult entwickelt. Und da gibt es allerhand zu entdecken – vom Stormtrooper, der aus Versehen gegen die Raumschifftür rennt, bis hin zum Reptilien-Darsteller, dessen gesamte Karriere von einer einzigen Minute Star Wars geprägt wurde.

Für die Recherche haben wir übrigens auf den Dokumentationsfilm Elstree 1976 zurückgegriffen, auch die Zitate entstammen dem Film, den wir Fans wärmstens ans Herz legen.

Mit dem Kopf durch’s Tor

Eher billig habe das Set von A New Hope ausgesehen, erinnert sich Laurie Goode in der Doku. Niemals hätte er mit einem solchen Erfolg des Films gerechnet. Goode’s Aufgabe war es, einen Stormtrooper zu verkörpern – und er wurde zum bekanntesten imperialen Soldaten des Universums. „Naja ich habe mir den Kopf gestoßen“, sagt Goode. Er ging eigentlich davon aus, dass sein Malheur nicht von der Kamera erfasst wurde – falsch gedacht: Millionen Kinobesucher konnten verfolgen, wie der „Stormtrooper“ mit dem Kopf gegen die Tür knallt. Der Blooper (englisch für „Panne“) ist einen Lacher wert. Schaut euch im Video unten nochmal die Szene an. In dieser HD Version hat Regisseur George Lucas im Nachhinein sogar das passende Geräusch eingefügt – ein Regisseur mit Humor.

Goode ist jedoch nicht der Einzige, der diese Szene für sich beansprucht. Immer wieder behauptet ein Kollege, er sei der Statist unter dem Helm gewesen. „Aber es war wirklich ich“, beteuert Goode. Der leidenschaftliche Musiker hat 2016 den Song „Who was the Stormtrooper who banged his head!?“ auf iTunes veröffentlicht – hier das Youtube-Video:

Darth Vader ohne Stimme

„Als der Film herauskam, haben sie alles probiert, um meine Arbeit schlechtzumachen“, beklagt sich der Darth Vader Schauspieler David Prowse. Erst bei der Premiere habe er realisiert, dass nicht er die Dialoge von Darth Vader sprach, sondern der Synchronsprecher James Earl Jones. Seine gesamte Redepartie wurde komplett neu vertont! Die Enttäuschung bei Prowse war groß. Dass der Stimmentausch jedoch eine gute Wahl war, seht ihr im Video unten.

Bevor Prowse Darth Vader spielte, verdingte er sich übrigens als Bodybuilder. Danach hat er Schauspieler für ihre Rollen trainiert. Darunter auch Superman Christopher Reeve. Eine seiner persönlichen Lieblingsrollen ist die des Green Cross Road Man gewesen. Eine Werbung, in der sogar eine Art R2D2 mitspielt – seht selbst:

Bis vor kurzem noch hat Prowse sein Geld durch Star-Wars-Conventions verdient, nun ist er aber im Ruhestand.

Luke Skywalkers bester Freund

Es muss wie ein Schlag ins Gesicht gewesen sein, als Garrick Hagon die Nachricht bekam, alle seine Szenen wurden aus A New Hope geschnitten. Dabei spielte er gar keine so kleine Rolle: Biggs Darklighter ist Luke Skywalkers bester Freund auf dessen Heimatplaneten Tatooine. Hagon selbst spricht von einer Art Brüderlichkeit zwischen den beiden Charakteren. Die Szenen gebe der Figur des Luke Skywalker Charakter und Tiefe, so der Schauspieler. Glücklicherweise sind sie jedoch online zu finden und wurden von den Fans begeistert angenommen:

Hagon hat seine Schauspielkarriere auch nach Star Wars weiterverfolgt und in Produktionen wie Batman (1989) und Spy Game (2001) mitgewirkt. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler arbeitet er auch als Hörbuchsprecher. Sein eigenes Hörbuchunternehmen heißt The Story Circle.

Y-Wing-Pilot vergisst seinen Text

Angus MacInnes ist beim Dreh von A New Hope ein Missgeschick passiert, das bis in alle Ewigkeit auf Film festgehalten ist – er hat seinen Text vergessen. „Es war ein Alptraum“, sagte MacInnes im Rückblick. Er hatte schlichtweg ein Blackout. Ein Kollege gab ihm den Rat: „Lies deinen Text einfach vor“. Das war die Lösung: „Ich hatte einen Teil des Skriptes auf dem linken, den anderen auf dem rechten Bein. (…) Die ganze Sache war abgelesen, kein schauspielern, nur lesen“, bedauert MacInnes.

Im Video unten könnt ihr euch selbst überzeugen – MacInnes spielt den Rebellenpiloten Jon „Dutch“ Vander. Ab Sekunde 10 kann man deutlich erkennen, dass er dauernd auf seine Knie schaut. „Und natürlich haben sie mich getötet – das heißt kein Fortsetzungsfilm“, bedauert MacInnes in Elstree 1976. Damit lag er jedoch falsch: Zum Drehzeitpunkt der Doku wusste MacInnes noch nicht, dass er ein Jahr später einen Anruf vom Set des nächsten Star-Wars-Filmes bekommen sollte: Man bat ihn, für Rogue One: A Star Wars Story (2016), einmal mehr Jon Vander zu sprechen – ein Easter Egg, wie Filmfans sagen (eine versteckte Anspielung). Für die Szene wurde altes Filmmaterial neu aufgearbeitet und mit neuem Dialog versehen.

Am Grabstein steht „Greedo“

„Ich habe Macbeth gespielt (…), ich habe am Royal Court Theatre in London gespielt, auf meinem Grabstein wird trotzdem stehen: Hier liegt Greedo“, erzählt Paul Blake in Elstree 1976 und lacht. Greedo ist ein reptilienartiger Kopfgeldjäger, der es im Film auf Han Solo abgesehen hat. Blake spielt diesen in einer der Kultszenen von A New Hope: Die Cantina-Sequenz. Wer sich die Szene nochmal anschauen will, findet die ungekürzte Version in HD im Video unten (Greedo taucht ca. bei 5:05 auf).

Der Kopfgeldjäger wurde vom Bösewicht Jabba the Hutt auf Han Solo angesetzt und verspricht sich eine Belohnung für den bei Jabba verschuldeten Solo. Dabei hat Greedo aber seine Rechnung ohne Solos Kaltblütigkeit gemacht. Der Space-Cowboy Solo knallt Greedo nämlich kurzerhand ab. Eine knappe Minute dauert die Szene – und doch hat sie sein Leben geprägt. „Die Rolle definiert auf eine Art, was ich bin“, sagt Blake selbst. Auch wenn er als angesehener Schauspieler einige gute Rollen gespielt hat, ohne Greedo wäre er ja nur einer von hunderten Schauspielern da draußen. Blake nimmt seine Rolle mit Humor.

Eifersucht & Trittbrettfahrer

Wer jetzt Blut geleckt hat, sollte sich unbedingt Elstree 1976 anschauen. Unter anderem kommt dort auch Jeremy Bulloch zu Wort, der Darsteller des Kopfgeldjägers Boba Fett. Außerdem gibt der Film einen Einblick in die sozialen Aspekte der Conventions. Das Buhlen um die Gunst der Fans und Eifersüchteleien sind hier anscheinend an der Tagesordnung. Während David Prowse und Angus MacInnes Statisten als „Trittbrettfahrer“ sehen, berichten diese, dass der Hochmut, der ihnen entgegengebracht wird, auch mal wehtun kann. (Die Frage, ob nicht jeder, der nach 40 Jahren noch von einer Nebenrolle profitiert, irgendwo Trittbrettfahrer ist, lassen wir mal dahingestellt.)

Zum Schluss möchten wir Geburtstagswünsche ausrichten: Der neue Film Solo: A Star Wars Story kommt nämlich exakt zum 41. Geburtstag von A New Hope in die Kinos. Herzlichen Glückwunsch! Hier gibt’s schon mal den Trailer zum neuen Film:

 

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