Unzertrennliche Filmduos: Wenn Regie und Kamera eine kreative Einheit bilden

18.02.2019
Unzertrennliche Filmduos: Wenn Regie und Kamera eine kreative Einheit bilden
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Für erfolgreiche Regisseure ist es unentbehrlich, Kameraleute an ihrer Seite zu haben, die es schaffen, mit dem kreativen Einsatz von Licht, Bildkomposition und Kamerabewegung, ihre künstlerischen Visionen umzusetzen. Das erklärt, wieso viele Regisseure über Jahrzehnte mit den gleichen Kameraleuten arbeiten. Diese unzertrennlichen Filmduos haben nicht nur Meisterwerke erschaffen, sondern haben durch Experimente und gegenseitiges Vertrauen auch einen gemeinsamen Stil gefunden.

Bernardo Bertolucci & Vittorio Storaro

Der italienische Regisseur Bernardo Bertolucci und der ebenfalls aus Italien stammende Kameramann Vittorio Storaro arbeiteten erstmals 1960 für den Film “Die Strategie der Spinne” zusammen. Fortan sollten sie in zwei Jahrzehnten neun gemeinsame Filme abdrehen. Ihr ruhmreichstes Werk ist “Der letzte Kaiser”, das ihnen 1987 neun Academy Awards, darunter Bester Film, Beste Regie und Beste Kamera einbrachte.

Steven Spielberg & Janusz Kamiński

1993 drehte Steven Spielberg in Krakau seinen weltberühmten Film “Schindlers Liste”, indem er die Geschichte des Unternehmers Oskar Schindler erzählt. Die Kamera führt in dem Meisterwerk in schwarz-weiß der polnische Kameramann Janusz Kamiński. Seitdem hat Spielberg keinen einzigen Film mehr ohne ihn gedreht. Seit nunmehr 26 Jahren arbeitet das Duo zusammen und hat in der Zeit 18 gemeinsame Filme erschaffen und unzählige Preise gewonnen.

Peter Jackson & Andrew Lesnie

Der neuseeländische Regisseur Sir Peter Jackson wurde vor allem durch seine Regiearbeit an der Trilogie “Der Herr der Ringe” bekannt, die mit insgesamt 17 Oscars prämiert wurde. Kameramann in dem Epos war der Australier Andrew Lesnie. Insgesamt drehten die beiden acht gemeinsame Filme, darunter die drei “Hobbit”-Verfilmungen, sowie ein Remake von “King Kong”. 2015 verstarb Lesnie im Alter von 59 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes.

Rainer Werner Fassbinder & Michael Ballhaus

Bei seinem siebten Spielfilm “Whity” traf Rainer Werner Fassbinder 1970 auf den Kameramann Michael Ballhaus, mit dem er in neun gemeinsamen Jahren 15 Filme drehen sollte. Doch aller Anfang war schwer: Die Dreharbeiten zu “Whity” waren geprägt von Streitereien und den Launen von Fassbinder. Aber das Duo fand einen Weg zu kommunizieren und voneinander zu lernen. In ihrem gemeinsamen Film “Martha” haben sie die berühmte Ballhaus’sche Kreisfahrt um 360 Grad entwickelt.

Ingmar Bergman & Sven Nykvist

1953 drehte der schwedische Kameramann Sven Nykvist einige Szenen für Ingmar Bergmans “Abend der Gaukler”, da der ursprünglich verpflichtete Kameramann nicht für die komplette Drehzeit zur Verfügung stand. Später löste er Gunnar Fischer als Bergmanns Stammkameramann ab. Typisch für ihre gemeinsamen Filme sind lange Naheinstellungen und so wenig künstliche Lichtquellen wie möglich. Der Film “Fanny und Alexander” gewann 1984 vier Academy Awards – darunter Bester fremdsprachiger Film und Beste Kamera.

Christopher Nolan & Wally Pfister

Batman-Regisseur Christopher Nolan arbeitet vorzugsweise mit einem eingespielten Stab an Schauspielern und Filmschaffenden. Über zehn Jahre lang war Wally Pfister sein Stammkameramann – bis dieser selbst als Regisseur tätig wurde. In dieser Zusammenarbeit entstand außerdem die Batman-Trilogie mit den Filmen “Batman Begins”, “The Dark Knight” und “The Dark Knight Rises”.

Michael Haneke & Christian Berger

Die beiden österreichischen Filmschaffenden Regisseur Michael Haneke und Kameramann Christian Berger arbeiten seit 1992 eng zusammen. Dabei sind einige international erfolgreiche Werke entstanden. Für “Das weiße Band” wurde Christian Berger sogar für einen Oscar nominiert. Der Film hat es außerdem gemeinsam mit “Caché” in die BBC Liste der 100 besten Filme des 21. Jahrhunderts geschafft.

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