videociety: Unsere Lieblingsfilme

30.09.2019
Videociety: Unsere Lieblingsfilme
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Gleich vorab: das hier ist keine „Bestenliste“ aller Filme, die jemals gedreht wurden. Im Gegenteil: unsere Filmliste ist eine Liste mit Lieblingsfilmen. Also einfach die Streifen, die wir gerne schauen. Schließlich gibt es mehr Filmgeschmäcker als Oscar-Preisträger. Wir halten in dieser Liste die Augen offen nach Filmen mit Kultfaktor, Nervenkitzel und Tiefgang.

Los geht’s also mit unseren absoluten Lieblingsfilmen der videociety-Redaktion! Natürlich findet ihr die unsere Lieblingsfilme hier bei uns zum ausleihen.

Das kranke Genie: A Clockwork Orange

Der charmante Psychopath ist eine Filmfigur, die sich unglaublicher Beliebtheit erfreut: egal ob Hannibal Lecter, Dexter oder Alexander DeLarge (Malcolm McDowell) aus Stanley Kubricks Meisterwerk A Clockwork Orange – wir Zuschauer sympathisieren mit diesen brutalen Figuren. Aber wieso? Kubricks Figur Alex hat die gleiche Leidenschaft für Gewalt wie für die Musik Beethovens. Seine Ausbrüche, unterlegt mit Sonaten und Sinfonien, haben etwas Ästhetisches, Parodistisches. Obendrein erfindet Alex eine eigene Sprache, zusammengesetzt aus Russisch und Englisch die lyrisch wirkt, wie Dichtung. Diesem Mix aus charmanter Intelligenz und derber Bosheit ist schwer zu widderstehen. Alex‘ Zwangstherapie und das Erlöschen seiner Gewalt lösen paradoxer Weise sogar Trauer aus. Anstatt sich über die Tilgung einer Gefahr zu freuen, hinterfragen wir Zuschauer die Unterdrückung dieser künstlerischen Seele. Ein Dilemma, das diesen Klassiker niemals alt werden lässt.

Shrek adelt Anderssein!

Ein Oger sei dumm, hässlich, brutal und lebt im dreckigen Sumpf – so sieht die Welt des erfolgreichen DreamWorks Märchenfilms Shrek den gleichnamigen Protagonisten. Doch in den Augen der Zuschauer stellt sich Shrek ganz anders dar: als grimmiger Pessimist vielleicht, doch viel wichtiger noch: als Lebewesen mit Gefühlen. Um sein Haus zu behalten, muss der etwas andere Held die Mission des korrupten Lord Farquaad annehmen. Er soll die Menschen-Prinzessin Fiona aus einem Schloss retten; durch deren Heirat würde Farquaad zum König. Doch auf der Prinzessin liegt ein Fluch, und jede Nacht verwandelt sie sich in ein Monster, genauer: in einen Oger.

Wie kann es anders sein: sie entscheidet sich schließlich für die Liebe zu Shrek und die Gestalt eines Ogers – denn nur die inneren Werte zählen und Äußerlichkeiten sind sowieso subjektiv. Lord Farquaard, der Jagd auf alles macht, was anders ist, wird am Ende von einem Drachen verschlungen. Verdient, denn was er nicht verstanden hat: es sind gerade die Ecken und Kanten, die Unterschiede im Aussehen und die Gebräuche unterschiedlicher Herkunft, die unseren Planeten so rund machen wie er ist. Shrek kommt auf unsere Liste, weil er die Kleinsten lehrt mutig so zu sein, wie sie sind, und die Großen daran erinnert: wer Wut und Hass sät, der wird vom Drachen gefressen. Hier die Flucht aus dem zusammenfallenden Schloss:

Seit 50 Jahren Kult: 2001 A Space Odyssey

Der Anfang von 2001 Eine Odyssee im Weltraum zeigt den ersten Funken menschlicher Intelligenz. Rund um einen schwarzen Monolithen verwenden Affen Knochen als Werkzeug. Der erste Schritt ist getan. Doch sofort entsteht der Eindruck, der Monolith sei verantwortlich. Diese schwarzen Steinblöcke leiten uns durch den Film und durch den Fortschritt der Menschen – ein Geschenk einer außerirdischen Spezies. Hier kommt der Antagonist des Films ins Spiel: die Künstliche Intelligenz namens HAL in Form des Bordcomputers. Erst nachdem der Protagonist HAL überwindet, schlüpft er durch eine Art Portal und erlebt seinen Tod und seine Wiedergeburt mit. Was will Kubrick uns hier sagen? Dass die Überwindung Künstlicher Intelligenz zum nächsten Schritt der Menschheit führt? Übrigens: Stanley Kubrick verwendet als Einleitung und Abschluss Richard Strauss‘ Komposition Also sprach Zarathustra inspiriert von Nietzsches gleichnamigem Werk. Es war Nietzsche, der den berühmten Satz verbreitete: Gott ist tot. Ein Film der wieder und wieder zum Grübeln anregt:

Die Antwort auf alles: Per Anhalter durch die Galaxis

Einen humorvollen Zugang zum Rätsel des Lebens bietet dagegen Per Anhalter durch die Galaxis. Der Planet Erde wird hier zerstört, um einer intergalaktischen Umgehungsstraße Platz zu machen. Nur mit einem Handtuch und in seinem Pyjama entkommt Arthur Dent (Martin Freeman) zusammen mit seinem Freund Ford Prefect (Mos Def) in letzter Sekunde. Ein Film basierend auf der genialen Romanvorlage von Douglas Adams. Mit tiefgehendem Witz dringt Per Anhalter durch die Galaxis bis zum Sinn der Existenz unseres Heimatplaneten vor: es ist ein gigantischer Computer zur Lösung einer nahezu unfassbaren Rechengleichung: der Frage nach dem Leben, dem Sinn und dem ganzen Rest? Die Antwort „42“ ist Kult geworden: auch der Google Taschenrechner kann diese mathematische Frage hier mittlerweile problemlos klären. Tatsache ist: der Mensch ist nur die dritt intelligenteste Spezies: hier verlässt Spezies zwei, die Delfine, die Erde:

Ein Film als Lebensmotto: The Big Lebowski

The Big Lebowski ist längst zum Klassiker avanciert. Dabei steht die eigentliche Story des Films im Hintergrund – auch wenn sie genial ist. Hier geht es längst nicht mehr um einen einfachen Film, hier geht es um eine Lebensweise. Ein Alt-Hippie mit einer Vorliebe für den Cocktail White Russian, der sogenannte Dude (Jeff Bridges), wird hineingerissen in eine verflixt verstrickte Geschichte rund um Entführung und Erpressung. Dabei will er eigentlich nur Ersatz für seinen hübschen Teppich, auf dem ihm zwei Schläger gepinkelt haben. Hätt er doch bloß endlich seine Ruhe. Und dennoch schafft der Dude es nahezu immer, seine innere Ruhe zu bewahren. Vorbildlich. Einfach nicht stressen lassen. Eine Einstellung, die so den Nerv der Zeit trifft, dass sich The Big Lebowski rund um den Globus anhaltender Begeisterung erfreut. Dazu gehören peinlich-lustige Szenen wie diese hier:

Urzeit in High-Tech: Jurassic Park

Ein gigantisches Unterhaltungsunternehmen, gezüchtet im Reagenzglas, zwischen Urzeit und High-Tech. Sprechen wir hier über den Film Jurassic Park oder über den gleichnamigen filminternen Freizeitpark Jurassic Park? Beides. Sie sind sich verblüffend ähnlich. In der fiktiven Welt des Plots hat der Multimilliardär Marc Hammond eine komplett neue Attraktion erschaffen. In der echten Welt, im Jahr 1993, war es Steven Spielberg, der mit dem Film Jurassic Park ein neues Genre schuf. Und so wie Marc Hammond setzt er auf die Begeisterung des Menschen für die Urzeit – eine Welt unkontrollierbarer Gewalten. Beide sprechen zuggleich die Begeisterung des Menschen für futuristische Technologien an – eine Welt ungeahnter Möglichkeiten. Zwischen diesen Gegensätzen werden ungeheure kinematographische Kräfte entfesselt. Steven Spielbergs Einsatz von verblüffend echter Animation, dem sogenannten CGI, machte damals möglich, was es vorher noch nicht gab: die realistischsten Monster der Filmgeschichte. Damit qualifiziert sich Jurassic Park für unsere Liste. Schaut euch die geniale Raptoren-Szene hier nochmal an:

Ein Problem mit Movielisten gibt es immer: es fehlen meist eine Menge der wichtigsten Filme. Die gibt es schließlich wie Sand am Meer, und Lieblingsfilme vielleicht sogar in noch größerer Zahl. Wenn euer Lieblingsfilm nicht dabei ist, stellt ihn uns doch in den Kommentaren vor!

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