Das Geheimnis hinter Surround-Sound

12.09.2016

sound

Vorsichtig schreitet er durch die fast völlige Dunkelheit, nur in der Ferne schimmern ein paar vage Lichtflecken. Seine Absätze schlagen auf den harten Betonboden und das Echo zeugt von einer riesigen Halle. Plötzlich ein Kratzen und ein dumpfer Schlag von hinten. Es bleibt finster. In Szenen wie dieser wird einem bewusst, wie wichtig Raumklang in Filmen ist. Denn ohne der akustischen Komponente würde für den Zuseher tatsächlich nur ein schwarzes Bild übrig bleiben.

Raumklang ist das Salz in der Suppe. Denn der räumliche Sound reichert nicht nur die Bilder mit räumlichen Informationen an, sondern lässt den Zuseher so richtig in den Film eintauchen. Visuell beschränkt sich nämlich die Wahrnehmung lediglich auf den Bildschirm oder die Leinwand. Durch Raumklang „vergisst“ man diese Beschränkung und hat das Gefühl, sich tatsächlich in der dargestellten Szene zu befinden. Der Hintergrund: Die akustische Wahrnehmung der Position einer Schallquelle nennt man räumliches Hören. Es dient dem Menschen dazu, sich in der Umwelt besser zu Recht zu finden („Lokalisation“). Dies macht sich die Filmindustrie schon seit langer Zeit zu Nutze, und versucht, durch möglichst ausgeklügelten Raumklang ein großartiges Filmerlebnis zu schaffen.

Dialog vs. Effekte

Gesprochenes und Dialoge sind in Filmen aus Gründen der Dramaturgie meist deutlich leiser als Musik, Hintergrundgeräusche und Effekte. Produzenten und Regisseure möchten durch dem Unterschied zwischen Laut und Leise zusätzliche Akzente setzen und für Überraschung sorgen. „Mit akustischen Effekten bringen wir Ruhe und Tempo, Spannung und Unterhaltung in Filme. Und es gibt Szenen, die das Bild allein nicht erzählen kann“, erzählt Sounddesigner Christian Heck im Interview mit der „Zeit“. Allerdings ist die Sprache in synchronisierten Filmen meist etwas lauter als in der Originalfassung, da sie nachträglich aufgenommen wird. Zudem geht die am Filmset vorherrschende Akustik dadurch verloren.

Der Zauber hinter Surround-Sound

Das macht Raumklang mit Ihrer Wahrnehmung:

Durch akustische Rauminformationen, etwa Hall, wird die filmische Realität hörbar gemacht bzw. unterstrichen.

  • Wahrnehmungsperspektive verändert sich: So können etwa von der Seite gehörte Effekte mehr Nähe zum Ereignis generieren. Ebenso werden akustische Signale als Überraschungseffekte eingesetzt (z. B. Wenn sie nicht im Bild zu „sehen“ sind)
  • Je mehr voneinander unabhängige Surround-Kanäle zum Einsatz kommen, desto größer ist die Räumlichkeitsabbildung
  • Die Intensität einzelner Surround-Kanäle setzt Akzente und fokussiert Zuseher entweder auf das visuelle Bild oder das akustische.

Tipps für perfekten Sound zu Hause

Auch im kleinsten Wohnzimmer können Sie mit der richtigen Technik guten Raumklang erzeugen. Neben einem tadellosen digitalen Signal (z. B. Digital-Sat oder Digital-Kabel) und einem hochwertigen Surround-Soundsystem (z. B. 5.1) spielt die Einrichtung eine entscheidende Rolle. Große Flächen wie Böden, Wände, Fenster und Decken verursachen Hall, was stark zu Lasten der Klangqualität geht. Je mehr Teppiche und Vorhänge, desto voller der Klang. Idealerweise stellt man Lautsprecher mit rund einem halben Meter Mindestabstand zu Wänden auf.

Ob alle Lautsprecher korrekt funktionieren, können Sie mit diesem Test überprüfen oder mit diesem actiongeladenen Beispiel für Surround-Sound erleben.

Eine Analyse mehrerer Kinofilme hat ergeben: Geräusche sind das am meisten verwendete Element, gefolgt von Musik. Sprache hat den geringsten Anteil am Sound-Kuchen. Während Geräusche und Musik aus allen Surround-Kanälen gleichermaßen stammen, entspringen 40 Prozent der Sprache aus der Center-Box, und nur rund fünf von rechts und links.

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