Viennale 2019

23.10.2019
Die Viennale

Es ist wieder so weit. Kalender wurden gezückt, Termine verglichen, Wunschlisten erstellt und der fliegende Start in den Kinosaal trainiert, um die Chancen auf den Lieblingsplatz zu erhöhen. Am Samstag zum Vorverkaufsstart wird entweder traditionell in der physischen Schlange gestanden oder in der virtuellen dabei mitgeholfen, den Server lahmzulegen. Für eingefleischte Filmfans bedeutet Ende Oktober: es ist Viennale.

Die Schlange

Die Schlange begleitet die Filmliebhaber diesmal über den gesamten Zeitraum des Festivals von 24. Oktober bis 6. November. Das diesjährige Festival-Sujet steht nämlich für die Schlange, die sich durch Abwerfen ihrer alten Haut erneuert, mit heilenden Kräften assoziiert wird und die Sehnsucht nach Wissen und Gelehrsamkeit symbolisiert. Wie die Schlange ist auch der Film ständig wandelbar, geschmeidig und unberechenbar und bewegt sich in verschiedene Richtungen. Dementsprechend ist auch das V’19 Programm so vielfältig wie gewohnt.

Die Spielfilme bieten für jeden Geschmack etwas: von Olivia Wildes gefeiertem Regiedebut ‚Booksmart‘, über Noah Baumbachs preisgekrönte ‚Marriage Story‘ mit Scarlett Johansson und Adam Driver bis zu Taika Waititis (Thor: Ragnarok) mit Spannung erwartetem ‚JoJo Rabbit‘, der wohl noch für einiges Aufsehen in den Medien sorgen wird.

Die Filme

Dokufans kommen diesmal mit ‚Die Dohnal‘, einer inspirierenden Doku über das beeindruckende Leben Johanna Dohnals auf ihre Kosten. Aber auch speziell für Musikfans gibt es diesmal gleich mehrere Schmankerln: ‚Marianne & Leonard: Words of Love‘ widmet sich der Geschichte hinter ‚So Long Marianne‘, einem der wohl bekanntesten Songs von Leonard Cohen mit Material, das seit den 1960er Jahren über einen langen Zeitraum gedreht wurde.

Wer eher dem Soul zugetan ist, findet mit ‚Amazing Grace‘ sicher sein cineastisches Glück. Produzent Alan Elliot hat das von Aretha Franklin 1972 live vor Publikum in einer Kirche aufgenommene Doppelalbum in Kleinstarbeit mit den Filmaufnahmen von Sydney Pollack zusammengeführt, sodass wir mehr als 40 Jahre später in den Genuss kommen, diese unverwechselbare Künstlerin und ihre kraftvolle Stimme auf der großen Leinwand erleben zu dürfen.

Fans von PJ Harvey sind natürlich schon auf ‚A Dog Called Money‘ gespannt. Das Ergebnis des poetisch-philosophischen Experiments der Albumaufnahme als Installation nachdem Harvey gemeinsam mit Fotograf Seamus Murphy nach Afghanistan, Kosovo und Washington DC gereist ist, wird von Seamus Murphy bei der Viennale vorgestellt.

Das Programm

Leider gibt es auch in diesem Jahr einen Verlust in der Viennale Familie zu beklagen, dem im Programm Rechnung getragen wird. Festivalpräsident und legendärer Filmproduzent Eric Pleskow ist am 1. Oktober im Alter von 95 Jahren verstorben. Seine traditionelle Grußbotschaft wird fehlen, dafür wird er dieses Jahr mit ‚One, Two, Three‘ (Regie Billy Wilder) geehrt, für dessen Hauptfigur Pleskow das Vorbild war. Das genaue Programm von Filmen, Kurzfilmen, Retrospektiven und Side Events bis zu Afterparties findet ihr natürlich auf www.viennale.at. Lasst uns wissen, was euch am Besten gefallen hat.

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