Le Mans 2018 – heißer als die Formel 1

15.06.2018
Le Mans 2018

Motorsport: 86. 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2018, Qualifikation © GettyImages

Anschnallen bitte, es ist wieder soweit. Das ultimative Autorennen steht vor der Tür: Am 16. Juni fällt der Startschuss für Le Mans 2018. Wer das 24-Stunden-Langstreckenrennen im Nordwesten Frankreichs für sich entscheiden kann, scheint auf den ersten Blick voraussehbar: Toyota ist eindeutiger Favorit. Aber Le Mans ist immer wieder für Überraschungen gut. Hier erfahrt ihr alles über die neue Strecke, die LMP1 sowie die GTE-Klasse, Toyotas Herausforderer und natürlich über die Kontroversen rund um Medienliebling Fernando Alonso.

Wer sich zur Einstimmung das Rennen von letztem Jahr ins Gedächtnis rufen will: Hier findet ihr die Highlights vom legendären Le Mans 2017, von Startschuss bis Ziellinie – und Porsches etwas überraschenden Sieg in der Königsklasse LMP1. Das Rennen könnt ihr euch am Samstag den 16. Juni und am Sonntag den 17. Juni auf Eurosport anschauen. Hier findet ihr nähere Infos zum Programm.

LMP1: Die Königsklasse

Das jährliche Rennen in Le Mans kann mit klassischem Armdrücken verglichen werden: Mit High-Tech bepackte Maschinen messen in einer 24-Stunden-Dauerbelastung und zeigen, welchen Fortschritt die Teams in ihren Werkstätten zustande bekommen haben. Alle Augen sind dabei auf die erste der vier Klassen gerichtet: Die LMP1, kurz für Le-Mans-Prototyp 1. Mit Kosten im mehrstelligen Millionenbereich bietet diese Klasse Höchstgeschwindigkeit vom Feinsten. Seit Porsche ausgestiegen ist, ist Toyota der Top-Favorit in dieser Klasse. Alle Augen ruhen am 16. Juni also auf dem Toyota-Piloten und Formel1-Weltmeister Fernando Alonso mit der Startnummer 8.

Duell der Champions

Alonso ist jedoch nicht der einzige ehemalige F1-Champion, der in Le Mans an den Start geht: Jenson Button wird im Team von SMP versuchen, ihm die Stirn zu bieten. Und dabei hatte er relativ gute Karten – vor dem schweren Unfall des SMP-Piloten Matewos Issaakjan beim WEC-Saisonauftakt 2018/19 auf den Circuit Spa-Francorchamps in Belgien. Danach musste der Wagen umgebaut werden, um die Bodenhaftung zu verbessern. Das könnte ihm in Le Mans zum Nachteil gereichen, aber wie gesagt: Le Mans ist immer für Überraschungen gut. Hier das Video vom fatalen Crash der BR1-AER-Maschine von Issaakjan. rnst zu nehmender Konkurrent für Toyota ist neben Button das private Team Rebellion und ihre beiden R13 Gibson. Rebellion konnte zuletzt Top-Zeiten erreichen.

GTE: Porsche gegen Ford …

Das zweite Highlight von Le Mans bilden die GTE-Boliden (Grand Tourismo Endurance) und ihre Fahrer. Während seit 2015 jedes Jahr eine Werksmannschaft die LMP1-Klasse verlässt, steigt die Begeisterung für das GTE-Rennen. Dieses Jahr mischt ein neuer Herausforderer mit: BMW steigt mit dem Modell M8 GTE in die Langstrecken-Szene ein. Hier könnt ihr euch das Auto näher anschauen, und hier hört ihr den Sound der Maschine! Der Kampf zwischen den Luxus-Sportwagen der Marken ist also eröffnet!

… und Ferrari?

Für die GTE-Klassen gilt: Das Auto muss ein straßentaugliches Pendant haben. Hier findet man die Luxus-Sportwagen der Top-Marken – von Aston Martin über BMW, Corvette, Ferrari und Ford bis zu Porsche. Favoriten sind eindeutig Ford und Porsche. Ferrari bringt jedoch den Ferrari 488 ins Rennen. Ob dieser Porsche in Bedrängnis bringen wird, ist eine der großen, spannenden Fragen bei dem Rennen. Insgesamt kämpfen 30 Wagen um den Sieg: 17 in der GTE-Pro-Klasse und dann noch einmal 13 in der „Amateurklasse“ GTE-AM.

Die neue Strecke

Natürlich wurde auch dieses Jahr wieder an der Rennstrecke gearbeitet. Die Start/Ziel-Linie wurden um 145 Meter weiter nach vorne verlegt – um bessere Sichtbarkeit beim Start des Rennens zu gewährleisten. Um die Sicherheit weiter auszubauen, wurde außerdem an der Außenseite der berühmten „Porsche-Kurve“ eine neue Auslaufzone (unbebauter Sicherheitsbereich) gezogen. Die Meinungen der Rennfahrer sind geteilt. Während die eine den extra Platz gutheißt, trauern andere der legendären Kurve hinterher. „Eine der ikonischsten Kurve der Geschichte wurde nun zerstört“, beschwert sich der belgische Rennfahrer Laurens Vanthoor auf Twitter.

Medienhype um den F1-Weltmeister

„Alonso lockt die Fans an, wir liefern dann die Show“, bringt es Ford-Werksfahrer Stefan Mücke gegenüber motorsport-total auf den Punkt. Der Formel-1-Weltmeister ist natürlich der Medienstar von Le Mans – und mit ihm steht Toyota im Rampenlicht. Nicht ganz glücklich damit zeigen sich viele Fans. Da Toyota mit zwei Autos an den Start geht, stellt sich die Frage, ob die drei Piloten des anderen Wagens, also Conway, Kobayashi und Lopez, den Sieg überhaupt einfahren dürften, wenn sie vorne liegen würden – oder ob sie dem Team mit Alonso hinterm Steuer den Vorrang geben müssten.

Alonso „der Depp“?

Der Rennfahrer Dominik Kraihammer schreibt darüber auf Twitter:  „(…) versteht mich nicht falsch, Alonso macht auf jeden Fall einen guten Job … Aber ich habe Mitleid mit seinen Teammitgliedern, die sich ihm aus Werbe-Gründen unterwerfen müssen – und das ist kein Rennfahren, jedenfalls nicht das Rennfahren, für das ich diesen Sport mache!“ Entsprechend hoch ist natürlich der Druck auf Alonso: „Wenn er nicht gewinnt, ist er der Depp“, zitiert motorsport-total den Rennfahrer Juan Pablo Montoya. Was für uns bedeutet: Le Mans 2018 ist um eine spannende Facette reicher!

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