OLED-Displays: Die selbstleuchtende, hauchdünne Revolution

17.04.2017
OLED-Displays: Die selbstleuchtende, hauchdünne Revolution

© iStockphoto LP. 626458568 comm.

Sind Sie auch der Meinung, dass die Farbe Schwarz tatsächlich schwarz sein muss? Nicht dunkelgrau, nicht anthrazit, nicht schwarz gefleckt. Richtig schwarz eben. Bisher stellte dies bei Fernsehern und Computer-Bildschirmen den wunden Punkt dar. Denn bei der weit verbreiteten LED bzw. LCD-Technologie werden die farbigen Pixel von hinten beleuchtet, so dass das Bild nach vorne strahlt. Und da von dieser Beleuchtung die schwarzen Pixel nicht „verschont“ bleiben, ist Schwarz nicht zu 100 Prozent schwarz.

Nicht so bei OLED (steht für „Organic Light Emitting Diode“, häufig auch als AMOLED bezeichnet). Dort bestehen die Pixel aus einer hauchdünnen Folie, die unter Spannung selbst leuchtet. Bei der Farbe schwarz fließt keine Spannung, daher leuchtet der Pixel nicht. Schwarz bleibt also schwarz.

Leuchtend hell und knackig scharf

Die Bilder von OLED-Displays können sich sehen lassen. Die wichtigsten Vorteile lauten:

  • enorme Leuchtkraft
  • geringe Einschränkung beim Betrachtungswinkel (bis zu 90 Grad, da OLED dünner ist als LCD)
  • hoher Kontrast
  • niedrige Reaktionszeit (bis 0,001 Millisekunden)
  • gute Farbwiedergabe
  • höhere Energieeffizienz (rund ein Viertel weniger Stromverbrauch als LCD)
  • geringe Dicke (TV bis vier Millimeter Dicke möglich)

Klingt doch nach einer wunderbaren Erfolgsgeschichte, oder? Warum sind dann nicht alle TVs mit OLED-Display ausgestattet? Diese Technologie ist nämlich extrem teuer in der Produktion. Der erste OELD-Fernseher im Jahr 2008 (Sony XEL-1) mit winzigem 11-Zoll Bildschirm kostete sagenhafte 2.500 US-Dollar. Fünf Jahre später entwickelte LG ein Gerät mit 55-Zoll großem Schirm um 8.500 Euro.

OLED ist ein teurer Spaß

Nach wie vor sind OLED-Geräte verhältnismäßig teuer. Für 55-Zöller muss man rund 2.000 Euro kalkulieren, für 65 Zoll etwa ab 3.500 und 77 Zoll kosten ab 25.000 Euro. Experten schätzen, dass die Preise in den nächsten Jahren nur sehr langsam sinken werden – langsamer als wir es bei den LCD-Geräten miterlebt haben. Samsung, Sony und LG gelten als Pioniere im Bereich der selbstleuchtenden Displays, aber mittlerweile haben auch Philips, Panasonic und Loewe solche OLED-Modell im Sortiment.

Ein weiterer Nachteil von OLED ist die geringere Lebensdauer als LED. Die Dioden (Pixel) verlieren nach mehreren tausend Stunden Betrieb an Leuchtkraft. Da OLED bei Smartphones schon seit einigen Jahren zum Einsatz kommt, erkennt man diese Alterserscheinungen bei älteren Modellen häufig am gelben Farbstich und dunkleren Displays. Jedoch ist die neuen Geräten Lebensdauer stark steigend.

Wer vor dem Kauf eines neuen Fernsehers steht und mit einem OLED liebäugelt, dem sei noch mit auf dem Weg gegeben: Das tatsächlich „schwarze Schwarz“ eines OLED kommt nur unter bestimmten Bedingungen tatsächlich zur Geltung. Denn im Fernseher spiegelt sich häufig Umgebungslicht, das den Wow-Effekt von OLED schmälert.

Das „Ende der Smartphones“?

Neben den hervorragenden Eigenschaften puncto Bildwiedergabe, bringt OLED noch eine weitere interessante Eigenschaft mit sich. OLED-Pixel sind so dünn, dass man sie auf biegsames Trägermaterial, etwa einer Folie, setzen kann. Und damit ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Künftig wird es falt- oder rollbare, sowie transparente Displays geben.

Experten prognostizieren, dass es beim Smartphone langfristig zur Entkoppelung von Recheneinheit und Display kommen wird.

Die Recheneinheit trägt man in irgendeiner Form ständig mit sich (z. B. als Uhr ums Handgelenk oder als Amulett um den Hals). Die „dazugehörigen“ Displays begegnen uns dann auf Alltagsgegenständen, wie etwa Jacken, in Möbeln, in Wände integriert oder als zusammenfaltbares, portables Display.

Mit sinkenden Preisen könnten in ferner Zukunft sogar klassische Werbeplakate überflüssig und durch OLED-Displays ersetzt werden. Ebenso könnten sie als halbdurchlässige Varianten auf U-Bahn und Auslagenfenstern zu finden sein. Kurzum: Bildschirme werden einfach überall sein.

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