Sean Connery: Mr. Bond wird 90

17.08.2020

Zum Ehrentag kommt Connerys Frankreich-Villa unter den Hammer

Sean Connery - Marnie
© 1964 Geoffrey Stanley, Inc. All Rights Reserved.

Pünktlich zu seinem 90. Geburtstag am 25. August kann man Sir Sean Connery ein besonderes Geschenk machen – wenn man 34 Millionen Euro übrig hat. Das kostet nämlich die südfranzösische Villa des James-Bond-Ur-Darstellers, von der aus man am Cap de Nice aufs Meer blicken kann. Die Traumimmobilie, in der auch Szenen von „Sag niemals nie“ (1983) gedreht wurden, steht neuerdings zum Verkauf.

Connery, der für viele der beste aller Bond-Darsteller war, hat keine Lust mehr auf den Luxus mit Meerblick. Er hat sich in den letzten Jahren konsequent aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Connery, der 1962 im ersten offiziellen James-Bond-Abenteuer „Dr. No“ als Geheimagent auftrat und über Nacht zum Star wurde, meidet die Presse und hatte schon nach seinem letzten offiziellen Bond-Film genug von der Schauspielerei. Damals, nach seinem sechsten Bond-Film „Diamantenfieber“ (1971) wollte er den Schauspielerberuf den Rücken kehren, weil, wie er sagte, „der Ruhestand so unglaublich schön“ sei.

Auch nach Bond ein Star

Sean Connery
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Seine Filmografie zeigt, dass Connery da seine Karriere noch lange nicht an den Nagel gehängt hatte. Vielmehr begann in den 70er und 80er Jahren seine zweite, seine Post-Bond-Karriere. Er konnte auch zeigen, dass er nicht bloß zum smarten Agenten taugte, sondern auch des Schauspielens mächtig war. Ein Vorurteil, das viele Schauspieler kennen, die einmal eine Paraderolle angenommen haben, die sie später nicht mehr los geworden sind.

Aber Connery war kein verbitterter Bond-Schauspieler, sondern einer, der immer stolz war, den legendären Agenten ein Gesicht gegeben zu haben. Dabei war Connery keineswegs der erste Bond-Darsteller: Der Amerikaner Barry Nelson spielte Bond in dessen erstem Auftritt in einer TV-Serie, in der 1954 Ian Flemings „Casino Royale“ verfilmt wurde – mit Peter Lorre als Bösewicht Le Chiffre.

Aber erst mit Connery wurde Bond zur Legende: Der große, schlanke und adrette Agent mit dem soliden Scheitel (schon ab dem zweiten Bond-Film „Liebesgrüße aus Moskau“ (1963) musste der Glatzenträger Connery ein Voll-Toupet tragen) wurde von Connery sechs Mal verkörpert, ehe er nach „Man lebt nur zweimal“ (1967) die Rolle an den glücklosen Einmal-Bond George Lazenby übergab. Dessen Bond-Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ von 1969 vielen als der beste Bond-Film überhaupt gilt. Doch Lazenbys Film floppte damals. So kehrte Connery 1971 noch einmal in diese Rolle zurück – ehe der erfolgreiche Roger Moore übernahm.

„Ich habe mit Bond meinen Frieden gemacht, ich habe ihn nie gehasst, im Gegenteil, aber diese Rolle klebt an mir, ich werde sie mit ins Grab nehmen“, sagte Connery einmal über 007. „Aber für einen Schauspieler ist es auch normal, dass man sich andere Rollen sucht als bloß die eine, die einen bekannt gemacht hat“.

Nicht nur Agent 007

Sean Connery
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Das hat Connery nach seiner Agenten-Rente dann auch getan, und zwar mit Erfolg. Meist ohne Toupet war er in Filmhits wie „Mord im Orient-Express“ (1974), „Robin und Marian“ (1976), „Time Bandits“ (1981) oder „Der Name der Rose“ (1986) zu sehen. Zu seinen Filmpartnern zählten auch Austro-Größen wie Klaus Maria Brandauer und Helmut Qualtinger. Nach einer Rückkehr in die Rolle von James Bond in dem inoffiziellen Bond-Film „Sag niemals nie“ (1983), in dem Brandauer den Bösewicht mimte, kamen dann Connerys wirklich erfolgreiche Filmrollen.

Für die wurde er auch als Schauspieler gefeiert. Etwa „Die Unbestechlichen“ (1987), „Jagd auf Roter Oktober“ (1990) oder „Das Russland-Haus“ (1990). In „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989) wurde er zum Kult-Helden als Vater von „Indy“ Harrison Ford. „Die Wiege der Sonne“ (1993) und „The Rock“ (1996) wurden weitere Kulthits, ehe sich Connery mit „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ (2003) von der Leinwand verabschiedete. Seither darf er das tun, was er schon nach den Bond-Zeiten am liebsten getan hätte: Die Pension genießen. Das konnte er auch, denn verdient hat er in seinem Leben genug: Während man ihm für „Dr. No“ noch läppische 20.000 Dollar zahlte, waren es für seinen letzten Film stattliche 17 Millionen. Und wenn er noch seine Villa los wird, ist Sir Connery vor allem eines: Stinkreich.

Wenn ihr nun Lust auf Sean Connery habt, haben wir hier zwei Filme für euch:

Mit Schirm, Charme und Melone

Marnie

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