Gesichter, die wir alle kennen

02.08.2021

Viele SchauspielerInnen sind bereits seit den 1990er Jahren aktiv und gehören längst zum Inventar des österreichischen Films. Ein kleiner Überblick.

Sie gehören zu den bekanntesten TV- und Kinogesichtern Österreichs: Die Schauspielerinnen und Schauspieler, die sich ab den 1990er Jahren etablieren konnten. Wir haben einige davon im Überblick zusammengestellt – natürlich rein subjektiv und ganz ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Nina Proll

Die Wienerin, geboren 1974, war im Jahr 1999 die Initialzündung für das „österreichische Filmwunder“, das mit ihrer Performance in Barbara Alberts „Nordrand“ begann. Darin spielte sie eine junge Frau, die abtreiben will, der Film gilt als der erste große Arthaus-Erfolg, dem zahlreiche heimische Produktionen folgten: Auf internationalen Filmfestivals und sogar beim Oscar. Proll bekam 1999 für ihre Rolle eine Auszeichnung als beste Nachwuchsschauspielerin beim Filmfestival von Venedig.

Christoph Waltz

Noch bevor Waltz seine Weltkarriere bei Quentin Tarantino begann, hatte er tatsächlich schon eine kleinere Karriere in Österreich: 1996 war er in „Du bist nicht allein – Die Roy Black Story“ als Schlagerstar Roy Black zu sehen und wurde einem Millionenpublikum bekannt. Normalerweise bleibt man nach so einem Erfolg dem Rollenklischee treu, aber Waltz, geboren 1956 in Wien, schaffte das schier Unmögliche und startete als SS-Führer Hanns Landa in Tarantinos „Inglourious Basterds“ (2009) richtig durch. Inzwischen hat er zwei Oscars.

Michou Friesz

Die 1962 geborene Wienerin gehört zu den bekanntesten Kino- und TV-Gesichtern des Landes. Ab den 1990er Jahren trat sie vermehrt in TV-Produktionen auf, darunter in „Stockinger“, „Tatort“, „Polizeiruf 110“ oder im Kinofilm „Der Fall Lucona“. Zuvor hatte Friesz am Max Reinhardt-Seminar und in New York Schauspiel studiert.

Karl Markovics

Als der „Stockinger“, die rechte Hand von Hund Rex und seinem Herrl wurde Markovics in den 90ern österreichweit zum Star. Der schrullige Kommissar bekam bald eine eigene, 14-teilige Spin-off-Serie. Zur internationalen Schauspielgröße wurde Markovics dann 2007 in Stefan Ruzowitzkys „Die Fälscher“ als Geldfälscher im KZ. Der Film erhielt damals den „Auslandsoscar“. Seither hat Markovics auch bereits drei Regiearbeiten vorgelegt, das Debüt „Atmen“ war künstlerisch sehr erfolgreich.

Die Kabarett-Jahre

Schauspieler und Kabarettisten wie Roland Düringer, Alfred Dorfer oder Josef Hader seien hier gesammelt erwähnt. Die genannten Herren haben den österreichischen Film vor allem im humorigen Bereich erhellt. Filme wie „Muttertag“, „Indien“; „Hinterholz 8“ oder „Wanted“ waren allesamt große Kinoerfolge in den 90ern, sie bildeten damals das prägende Genre des österreichischen Films. Der „Kabarettfilm“ wurde Ende der 90er, Anfang der 2000er Jahre allerdings mehr und mehr zum Kassengift.

Maria Hofstätter

Auch die 1964 in Linz geborene Maria Hofstätter hat ihre filmischen Wurzeln in den 90ern. Damals trat sie in Kabarettfilmen wie „Hinterholz 8“ von Harald Sicheritz auf, aber auch in „Indien“ von Paul Harather. Ihren Durchbruch hatte sie zweifellos 2001 in Ulrich Seidls „Hundstage“, wo sie eine geschwätzige Autostopperin spielt, die mit Vorliebe die Markennamen der zehn größten Supermarktketten aufzählt.

Christiane Hörbiger

Die 1938 geborene Hörbiger gehört eigentlich nicht in diese Liste, denn ihre Karriere begann bereits in den 1950er Jahren. Was sie dennoch hierfür qualifiziert, ist ihre Karriere, die sie auch im fortgeschrittenen Alter fortgeführt hatte – was im Film leider keine Selbstverständlichkeit ist. Hörbiger schaffte es in den 1990ern mit Serien wie „Die Guldenburgs“ oder „Julia – eine ungewöhnliche Frau“ zu DEM TV-Gesicht Österreichs zu werden. Dazu drehte sie in dieser Zeit Filme wie „Alte Liebe – Neues Glück“ oder „Ein Schutzengel auf Reisen“ und war Dauergast in TV-Reihen wie „Derrick“ oder „Der Alte“. Hörbiger war und ist „Mama nationale“.

Wolfgang Böck

Der 1953 in Linz geborene Schauspieler hatte lange Jahre Theater gespielt, ehe er für die TV-Serie „Kaisermühlenblues“ in der Rolle des Kiberers Trautmann landesweit berühmt wurde. Die Figur war so populär, dass man sich entschloss, abendfüllende Langfilme mit Trautmann zu drehen. Eine Figur, die Böck niemals losgelassen hat: „Er ist mir ans Herz gewachsen. Es ist eine interessante Figur, die mir große Popularität verschafft hat“, sagt Böck.

Barbara Wussow

Die 1961 in München geborene Wussow gehört zu den bekanntesten TV-Schauspielerinnen überhaupt. Ab den 1990er Jahren spielte sie in Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen ebenso wie in „Schlosshotel Orth“, romantischen TV-Dramen oder in „Traumschiff“. Die Tochter von Klausjürgen Wussow war auch Stammgast in den Klatsch-Spalten der Zeitungen, seit sie ab 1990 mit ihrem Ehemann Albert Fortell kein Society-Parkett ausließ.

Tobias Moretti

Der 1959 geborene Moretti wurde mit dem TV-Hit „Komissar Rex“ über Nacht zum Star: Nicht nur in Österreich lief die Serie höchst erfolgreich, sondern unter anderem auch im Nachbarland Italien, wo sie bis heute treue Fans hat. Moretti, den man damals bereits aus der „Piefke-Saga“ kannte, drehte 45 Folgen mit Rex, ehe er sich von der Serie verabschiedete und unzählige Fernseh- und Kinorollen annahm. Moretti ist bis heute das Aushängeschild für heimische Schauspielkunst.

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