Die besten Quentin Tarantino Filme und sein neuestes Werk

16.09.2019
Die besten Quentin Tarantino Filme uns sein neuestes Werk
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Quentin Tarantino schuf Mitte der 90er Jahre mit seinem unverkennbaren Stil ein eigenes Filmgenre und genießt heute einen Kultstatus wie kaum ein anderer Regisseur. Anlässlich seines langersehnten neuen Films stellen wir euch sein aktuelles Werk vor und lassen seine Filme Revue passieren.

Once Upon A Time in Hollywood (2019)

Der nunmehr neunte Film von Quentin Tarantino (vorausgesetzt man betrachtet die beiden Teile von „Kill Bill“ als ein einziges Meisterwerk) spielt im Los Angeles von 1969. Also zu jener Zeit, als Charles Manson dort mit seinen Mord an Roman Polanskis hochschwangerer Ehefrau Sharon Tate für Aufsehen sorgte. Das Schicksal von Tate bildet den zeitkulturellen Horizont, vor dem der Regisseur seine eigene Geschichte erzählt. Im Mittelpunkt der Handlung stehen TV-Star Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) und sein langjähriges Stunt-Double Cliff Booth (Brad Pitt). In einer Zeit der beginnenden Hippie-Kultur versuchen die beiden ihr Glück in Hollywood, welches sie kaum mehr wiedererkennen.

Parallel zum neuen Film veröffentlichte Tarantino übrigens auf dem Spotify-Account „Film & TV Favorites“ eine Playlist mit seinen persönlichen Lieblingsliedern aus den Filmen. Rund 70 Songs, die einige Schlüsselszenen seiner erfolgreichsten Filme musikalisch begleiten, sind darauf zu finden. Neben der Playlist wurde auch ein Podcast auf Spotify veröffentlicht, in dem der Regisseur über die Soundtracks seiner Filme und die Interpreten einiger bekannter Tracks spricht.

Reservoir Dogs (1992)

Mit „Reservoir Dogs” erfand Quentin Tarantino das Kino praktisch neu. Denn er setzte bis dahin unbekannte neue stilistische Maßstäbe. Mangels Investoren wollte er das Drehbuch ursprünglich selbst verfilmen, fand dann aber in Harvey Keitel einen finanziellen Unterstützer. Der Thriller rund um sechs Gangster, die nach einem gescheiterten Überfall den Verräter in den eigenen Reihen suchen, brachte Tarantino den entscheidenden Durchbruch.  

Pulp Fiction (1994)

„Pulp Fiction“ ist der bekannteste und wohl auch der beste Tarantino Film. Der Kultfilm machte aus dem ehemaligen Videothek-Angestellten einen der wichtigsten lebenden Hollywood-Regisseure überhaupt. In diesem Meisterwerk löst Tarantino die lineare Erzählweise auf, indem er in einzelnen Episoden die Geschichte mehrerer Charaktere erzählt und schließlich zusammenfließen lässt. Gemeinsam mit Drehbuchautor Roger Avery erhielt er dafür 1995 den Oscar für das beste Originaldrehbuch.

Four Rooms (1995)

Die Komödie verbindet vier Episoden rund um den Hotelpagen Ted (Tim Roth), der an seinem ersten Arbeitstag zu Silvester vier skurrile Geschichten erlebt. Jede Episode wurde von einem anderen Regisseur umgesetzt. Die letzte Episode „Der Mann aus Hollywood“, in der er auch als Darsteller auftritt, hat Tarantino beigesteuert. Der unvergessliche Knalleffekt am Schluss ist ebenso amüsant wie schockierend.

Jackie Brown (1997)

Tarantinos Hommage an die Blaxploitation-Filme der 70er-Jahre bricht allen Erwartungen, die er mit seinen Filmen bis dahin geweckt hatte. In dem relativ unspektakulären Krimi spielt Jackie Brown (Pam Grier) ein doppeltes Spiel mit dem FBI und dem Drogenschmuggler Ordell (Samuel L. Jackson). Doch der Plan, den sie gemeinsam mit Kautionsvermittler Max Cherry (Robert Forster) entwickelt, ist absolut genial.

Kill Bill (2003/2004)

Nach einer Pause von sechs Jahren drehte Quentin Tarantino als nächstes Projekt das Racheepos „Kill Bill“. Erst während der Dreharbeiten entschied er sich dafür, den Film in zwei Teilen zu veröffentlichen. Als Hommage an das asiatische Action-Kino enthält der „Eastern“ Western zahlreiche Anspielungen auf Kung-Fu- oder Samurai-Filme.

Im ersten Teil hat Superheldin Uma Thurman alias „Die Braut” nur eines im Sinn: Rache an Bill (David Carradine), weil der am Tag ihrer Hochzeit einen Mordanschlag auf sie verübte und sie für Jahre ins Koma beförderte. Für zarte Gemüter ist der Film mit 1.703 Liter verspritzten Kunstblut in bester Splatter-Manier allerdings nichts.

Während sich der erste Teil vor allem durch überzeichnete und brutale Action-Szenen ausgezeichnet hat, reduziert Tarantino das Tempo im zweiten Teil deutlich. Denn in altbekannter Tarantino-Tradition steigert er die Spannung langsam bis zum legendären Showdown zwischen der „Braut“ und Bill.

Death Proof – Todsicher (2007)

Tarantino setzt in Death Proof – Todsicher mit dem Psychopathen Mike (Kurt Russell) einmal mehr auf einen skurrilen Charakter. Mit einer ordentlichen Portion Action- und Horror-Trash führt Tarantino den Zuschauer in die seelischen Abgründe des abgedrehten Stuntmans, der junge Frauen mit seinem „todsicheren“ Dodge zu Tode fährt. Doch mit Abernathy, Kim und Zoë hat sich Mike die falschen Opfer ausgesucht.

Inglourious Basterds (2009)

Man staunte nicht schlecht, als bekannt wurde, dass Tarantino einen Kriegsfilm drehen würde. „Inglourious Basterds“ ist mit seinen langen und gewohnt pointierten Dialogen allerdings kein Kriegsfilm wie wir ihn sonst kennen. Denn die Handlung rund um die Nazi-jagenden „Basterds“ tritt im Vergleich zu den Dialogen stark in den Hintergrund. Da in der deutschen Fassung die sprachlichen Eigenheiten und die Atmosphäre verloren gehen, empfiehlt es sich, den Film in der englischen Originalfassung oder mit Untertiteln anzusehen.

Django Unchained (2012)

In der oscarprämierten Hymne Quentin Tarantinos an den Italo-Western nimmt er die Sklaverei in den Südstaaten ins Visier. Der überaus sehenswerte und nebenbei fantastisch besetzte Western setzt Corbucci, Sollima und Co. ein Denkmal für die Ewigkeit. Denn im Vergleich zu „Inglourious Basterds“ enthält der Western in beinahe jeder Szene Anspielungen auf Corbucci & Co. (inklusive Film-Musik).

The Hateful Eight (2015)

Im Western-Thriller „The Hateful Eight“ kommt Tarantinos Talent für Dialoge, Anspielungen, skurrile Geschichten und die gekonnte Auswahl seiner Schauspieler wieder voll zur Geltung. Ein Schneesturm zwingt acht Menschen, die sich jedoch nicht kennen, zu einem Aufenthalt auf engstem Raum. Darunter der Kopfgeldjäger John Ruth (Kurt Russell) mit einer Gefangenen. Die Filmmusik komponierte übrigens Ennio Morricone, der erstmals nach 34 Jahren wieder eine Filmmusik schrieb und prompt dafür seinen bislang ersten Oscar bekam.

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