Schauspieler, die während der Dreharbeiten gestorben sind

14.10.2019
Schauspieler, die während der Dreharbeiten gestorben sind
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Nicht allen Schauspielern ist das Glück gegönnt, den Erfolg ihres Films mitzuerleben, weil sie überraschend aus dem Leben gerissen wurden. Wir zeigen euch, welche Schauspieler während der Dreharbeiten verstorben sind und wie ihre Filme unter erschwerten Bedingungen fertiggestellt wurden.  

Luke Perry (52 Jahre, 2019)

Luke Perry starb im März 2019 überraschend an den Folgen eines schweren Schlaganfalls. Zuletzt war der Schauspieler mit Dreharbeiten für weitere Folgen von Riverdale beschäftigt. Er spielte darin Fred Andrews, den Vater des Schülers Archie. Sein letzter Auftritt war in der 19. Episode der 2. Staffel zu sehen, etwa 2 Monate nach seinem Tod. Da zum Zeitpunkt von Lukes Tod bereits ein großer Teil der 3. Staffel fertig geschrieben war, schickte man Fred offiziell auf Dienstreise. Luke wird daher erst in der 1. Episode der 4. Staffel verabschiedet, die bezeichnenderweise den Titel „In Memoriam“ trägt und deren Erstausstrahlung am 10. Oktober 2019 stattfand.

Philip Seymour Hoffman (46 Jahre, 2014)

Philip Seymour Hoffman starb acht Tage vor Beendigung der Dreharbeiten an „Die Tribute von Panem – Mockingjay“ an einer Überdosis. Hoffmann war bereits in jungen Jahren drogenabhängig, war aber seit 1989 bis zu seinem Rückfall Anfang 2013 abstinent. Infolge seines plötzlichen Todes wurde der letzte Teil des Drehbuchs so verändert, dass Woody Harrelson in der Rolle des Haymitch Abernathy den ursprünglich für Hoffmans Figur vorgesehenen Text sprach.

Paul Walker (40 Jahre, 2013)

Paul Walker starb auf tragische Weise bei einem Autounfall während der Dreharbeiten zu „Fast and Furious 7“, jedoch nicht am Filmset. Mit dem Schauspieler fand auch der befreundete Rennfahrer Roger Rodas den Tod. Die beiden waren auf der Rückfahrt von Walkers Reach-Out-Worldwide-Veranstaltung, die zugunsten von Opfern des Taifuns Haiyan gehalten wurde. Rodas verlor bei überhöhter Geschwindigkeit (ca. 160 km/h) die Kontrolle über seinen Porsche Carrera GT, prallte zunächst gegen einen Laternenmast, dann gegen einen Baum, und schließlich ging das Fahrzeug in Flammen auf. Die letzten noch fehlenden Szenen des Films wurden mit Pauls Bruder Cody Walker gedreht, der für ihn in die Rolle des Brian O’Conner schlüpfte.

Lee Thompson Young (29 Jahre, 2013)

Der junge, talentierte Schauspieler erlebte seinen 30. Geburtstag nicht mehr. Er steckte mitten in den Dreharbeiten zu der Serie „Rizzoli & Isles“, als er in seiner Wohnung in Los Angeles tot aufgefunden wurde. Nach Angaben der Polizei hatte sich Young selbst erschossen. Als Grund für seinen Selbstmord vermutete man seine Erkrankung an einer bipolaren Störung, die ihn in schwere Depressionen stürzte. Youngs Charakter wurde durch einen tödlichen Autounfall aus dem Drehbuch herausgeschrieben.  

Larry Hagman (81 Jahre, 2012)

Erinnert ihr euch an Larry Hagman? Neben seiner Rolle als Major Nelson in der TV-Serie „Bezaubernde Jeannie“ machte ihn vor allem die Rolle des „J.R. Ewing“ in der Achtziger-Jahre-Erfolgsserie „Dallas“ weltberühmt. Bei den Dreharbeiten zur zweiten Staffel des Dallas-Remakes erlag er 2012 seiner Krebserkrankung. In der Serie starb J.R. allerdings nicht an einer Krankheit, sondern wurde – wie es sich für einen Bösewicht gehört – erschossen. Für Schauspielkollegin Linda Gray war es damals nicht einfach, die Beerdigungsszene zu drehen. Sie war eine enge Freundin Hagmans und an seiner Seite als er starb.

Andy Whitfield (39 Jahre, 2011)

Der Titelheld der Serie „Spartacus“ erkrankte 2010 an Krebs. Die Krankheit wurde im Frühstadium erkannt und zunächst erfolgreich behandelt. Im Oktober 2010 sollte Whitfield zu den Dreharbeiten der 2. Staffel zurückkehren. Leider brach die Krankheit im September 2010 erneut aus. Als Nachfolger holte man daher bereits im Januar 2011 den Australier Liam McIntyre, nachdem sich Whitfields Zustand erneut sehr verschlechtert hatte. Im September 2011 starb Whitfield – doch nicht ohne ein besonderes Vermächtnis zu hinterlassen: Während der letzten 12 Monate seines Lebens ließ sich Whitfield von einer Doku-Crew begleiten, die seinen Kampf gegen den Krebs dokumentierte. Die Dokumentation mit dem Titel „Be Here Now“ wurde 2015 veröffentlicht.

David Carradine (73 Jahre, 2009)

„Kill Bill“-Star David Carradine wurde drei Tage nach Drehbeginn seines Films „Stretch“ tot in seinem Hotelzimmer in Thailand aufgefunden. Offiziell starb Carradine an Herz-Kreislaufversagen. Der Tod des Schauspielers war allerdings von bizarren Umständen begleitet da er halbnackt im Kleiderschrank hängend aufgefunden wurde. Es wurde zunächst von einem möglichen Selbstmord gesprochen, die Ermittler rückten jedoch von dieser These im Laufe der Untersuchungen ab. Die thailändische Gerichtsmedizinerin erklärte schließlich, dass der Tod Carradines auf eine sexuelle Praktik zurückgehen könnte, die als auto-erotische Erstickung bezeichnet werde. Die Familie Carradines widersprach dieser Theorie. Letztlich ist bis heute nicht wirklich geklärt, was damals im Hotelzimmer geschah.

Heath Ledger (28 Jahre, 2008)

Heath Ledger steckte mitten in den Dreharbeiten für den Film „Das Kabinett des Doktor Parnassus“, als er an einer unglücklichen Mischung oder Überdosis von Medikamenten starb. Nach seinem Tod wurden die Dreharbeiten zunächst für zwei Monate gestoppt. Dann entschied man sich, das Drehbuch umzuschreiben und weiterzumachen. Da die Szenen mit Heath Ledger in London fast fertig waren, drehte man die Szenen hinter dem Zauberspiegel mit Johnny Depp, Jude Law, and Colin Farrell. Damit sollte die Zerrissenheit der von Ledger verkörperten Hauptperson Tony auch personell verdeutlicht werden.

John Ritter (54 Jahre, 2003)

John Ritter klagte während der Proben zu „Meine wilden Töchter“ über starke Brustschmerzen und wurde daraufhin ins Krankenhaus gebracht, wo er fälschlicherweise für einen Herzinfarkt behandelt wurde. Wenige Tage später verstarb der Schauspieler an einem nicht diagnostizierten Riss in der Aorta. Auch seine Serienfigur starb daraufhin einen unerwarteten Tod.

Oliver Reed (61 Jahre, 1999)

Der für seine Alkoholexzesse bekannte Schauspieler erlitt während der Dreharbeiten zu „Gladiator“ einen Herzinfarkt. Ein Sprecher der maltesischen Polizei gab damals bekannt, Reed habe mit Freunden in einer Bar in La Valetta getrunken und plötzlich über Unwohlsein geklagt. Eine Viertelstunde später sei er auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Die verbleibenden Szenen wurden mit einem Bodydouble gedreht und mit Hilfe von Computeranimationen sein Gesicht aus bereits vorhandenem Filmmaterial nachträglich eingefügt.

River Phoenix (23 Jahre, 1993)

River Phoenix starb mit nur 23 Jahren während der Dreharbeiten zu „Dark Blood“ an einer Überdosis Heroin und Kokain. Der Schauspieler feierte in der Halloween-Nacht mit Freunden in Johnny Depps Club The Viper Room, vor dem er in den Armen seines Bruders Joaquin Phoenix verstarb. Obwohl bereits 80 Prozent des Films fertig waren, lag die Produktion dennoch knapp zehn Jahre auf Eis. Erst 2012 nahm Regisseur George Sluizer die Arbeit wieder auf und ersetzte die fehlenden Szenen als Erzähler via Voice-Over. Sluizer verglich den Film mit einem dreibeinigen Stuhl. Das vierte Bein würde immer fehlen, aber der Stuhl könnte trotzdem stehen.

Brandon Lee (28 Jahre, 1993)

Als einer der unfassbarsten und tragischsten Unfälle bei Dreharbeiten gilt bis heute der Tod von Schauspieler Brandon Lee während des Drehs zu „The Crow – Die Krähe“. Der Sohn von Martial-Arts-Ikone Bruce Lee wurde von einem Fragment einer Pistolenkugelattrappe so schwer verwundet, dass er nur 12 Stunden nach dem Unfall im Krankenhaus verstarb. Mithilfe von Doubles und Spezialeffekten stellte man den Film letztlich noch fertig. Gewidmet wurde er Lee und seiner Verlobten – sie wollten im Sommer 1993 heiraten.

Peter Sellers (54 Jahre, 1982)

Auch der britische Komiker Peter Sellers starb an einem Herzinfarkt. Sellers drehte damals „Der rosarote Panther wird gejagt“. Um den Film nach dem Tod des Schauspielers auf abendfüllende Länge zu bringen, wurde er um Ausschnitte aus früheren Filmen und noch nicht verwendete Szenen ergänzt. Leider kam das Ergebnis nicht bei allen Kritikern gut an, die den Film als „Resteverwertung“ bezeichneten.

Vic Morrow (53 Jahre, 1982)

Besonders tragisch war der Tod von Vic Morrows während der Dreharbeiten zu „Twilight Zone“. Nicht nur er selbst starb, auch zwei Kinderdarsteller verloren ihr Leben: Morrow sollte mit den beiden Kindern im Arm einen Fluss durchqueren, während er von einem Hubschrauber gejagt wurde. Pyrotechnische Effekte simulierten Artilleriebeschuss. Der Hubschrauber flog dabei aber viel zu tief und wurde von der Explosion erfasst. Vic Morrow und die Kinder wurden vom Rotor des abstürzenden Helikopters erfasst und getötet. Die Szene wurde aus dem fertigen Film ebenso entfernt wie alle weiteren, an denen die Kinderdarsteller My-ca Dinh Le und Renee Shin-Yi Chen beteiligt gewesen waren. Beide Kinder standen zum ersten Mal vor der Kamera und waren ohne die erforderlichen Genehmigungen für den Nachtdreh am Set beschäftigt.

Natalie Wood (43 Jahre, 1981)

Auf tragische und mysteriöse Weise starb die Hollywood-Legende Natalie Wood. Sie stürzte kurz vor Ende der Dreharbeiten zum Film „Projekt Brainstorm“ bei einem Yachtausflug aus ungeklärten Gründen ins Wasser und ertrank. Mit an Bord waren Ehemann Robert Wagner, Schauspielkollege Christopher Walken und Bootskapitän Dennis Davern. Der Gerichtsmediziner stufte den Fall damals als Unfalltod ein, allerdings gab es aufgrund zahlreicher Ungereimtheiten von Beginn an Zweifel an der Unfalltheorie. Nachdem Kapitän Davern 2011 seine ursprüngliche Aussage revidierte und von einem heftigen Streit zwischen Wood und Wagner erzählte, wurde der Tod der Diva erneut untersucht. Nach Angaben der US-Polizei von 2018 ist Robert Wagner mittlerweile in den Fokus der Ermittlungen gerückt. Der Film wurde mit Hilfe von Körperdoubles und Stimmimitatoren fertiggestellt.

Bruce Lee (32 Jahre, 1973)

Zwanzig Jahre vor dem tragischen Tod Brandon Lees erlitt sein Vater Bruce Lee einen ähnlich dramatischen Tod. Bereits im Mai 1973 brach der Schauspieler während der Dreharbeiten zu „Der Mann mit der Todeskralle“ zusammen und wurde mit Atemnot und Schüttelkrämpfen ins Krankenhaus gebracht. Nach der Behandlung kehrte er zu den Dreharbeiten nach Hongkong zurück. Im Juli 1973 legte er sich mit Kopfschmerzen hin und konnte nicht mehr aufgeweckt werden. Bruce Lee sollte aus dem Koma nicht mehr erwachen. Die Todesursache stellte sich als eine Gehirnblutung heraus. Der Film wurde fünf Jahre später mit einer Mischung an neuen Darstellern und Verwendung der bereits gedrehten Szenen fertiggestellt, indem Bruce Lees Figur vom Haupt- zum Nebendarsteller wurde, um einen Handlungsstrang aufrecht erhalten zu können.

Marilyn Monroe (36 Jahre, 1962)

Marilyn Monroes letzter Film „Something’s Got to Give“ wurde nie fertiggestellt. Sie starb während der Dreharbeiten offiziell an einer Überdosis Schlafmittel. Allerdings rankten sich aufgrund ihrer Affäre mit dem damaligen Präsidenten John F. Kennedy zahlreiche Gerüchte um ihren Tod. Eine Version besagte, die CIA hätte sie im Auftrag Kennedys ermordet, einer anderen zufolge war die Mafia für Monroes Tod verantwortlich. Sicher ist jedoch, dass John F. Kennedys Bruder Robert die Schauspielerin in der Nacht ihres Todes aufgesucht hatte.

Tyrone Power (44 Jahre, 1958)

Filmikone und Frauenliebling Tyrone Power starb überraschend bei seinem Film „Salomon und die Königin von Saba“. Er spielte darin die Hauptrolle des „König Salomon“. Der Schauspieler erlitt während einer Duellszene einen Herzanfall und verstarb direkt am Set. Seine Szenen wurden daraufhin mit Yul Brynner neu gedreht.

Clark Gable (59 Jahre, 1960)

Clark Gable verstarb ebenfalls an einem Herzinfarkt. Der Star aus „Vom Winde verweht“ spielte an der Seite Marilyn Monroes in „The Misfits – Nicht gesellschaftsfähig“ einen alternden Cowboy. Es sollte für beide Stars der letzte fertiggestellte Film werden, dessen Veröffentlichung Clark Gable allerdings nicht mehr erlebte. Auf die Frage von Journalisten, ob die Dreharbeiten zu anstrengend für ihren Mann gewesen wären, antwortete Gables damals hochschwangere Frau Kay, es wären nicht die Dreharbeiten selbst gewesen, sondern der Stress, den das ständige Warten auf Monroe ausgelöst hätte.

James Dean (24 Jahre, 1955)

James Dean starb kurz vor Ende der Dreharbeiten zu seinem letzten Film „Giganten“ bei einem tödlichen Verkehrsunfall – den er allerdings nicht selbst verursacht hatte. Gemeinsam mit seinem Mechaniker Rolf Wütherich war er am 30. September 1955 in der Abenddämmerung auf einem Highway unterwegs, als ihnen ein Ford entgegenkam. Der Fahrer sah Dean offenbar nicht kommen und bog links ab. Dean hatte keine Zeit auszuweichen und fuhr ungebremst in den Ford. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb Dean. Sein Mechaniker hatte Kiefer und Hüften gebrochen, während der Fahrer des Ford lediglich einen Schock erlitten hatte. Da der Film fast fertig war, mussten lediglich einige Szenen von Deans Schauspielkollegen Nick Adams nachsynchronisiert werden.

Jean Harlow (26 Jahre, 1937)

Der Tod von Filmikone Jean Harlow kam ebenfalls völlig unerwartet. Die junge Schauspielerin brach am Set des Films „Saratoga“ zusammen und starb nur eine Woche später im Krankenhaus an einer Vergiftung durch Nierenversagen. Da bereits 90 Prozent des Films abgedreht waren, wurden die restlichen Szenen mit Mary Dees gedreht, die allerdings nur von hinten zu sehen ist, während Paula Winslowe den Text spricht. Die letzten Worte Jean Harlows in „Saratoga“ sind übrigens „Good-bye“. 

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