20 Jahre „Wer wird Millionär“:

26.08.2019

Highlights & Peinlichkeiten

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20 Lebensjahre bieten Raum für böse Blamagen und sensationelle Siege. Welcher Tag ist geeigneter für einen Rückblick auf ein ereignisreiches Leben als der Geburtstag? Genau das machen wir heute. Die erfolgreichste Quizshow im deutschsprachigen Raum „Wer wird Millionär“ läuft seit dem 3. September 1999 und wird dieses Jahr 20. Wir haben euch die nervigste Teilnehmerin, eine Auswahl an Blackouts, den gerissensten Millionär und Antworten auf Fragen mitgebracht wie: „Waren schon mal alle vier Antworten falsch?“.

Wir bringen euch auf Trab vor der großen Jubiläumsshow am 2. September (in dreifacher Länge) auf RTL. Also lehnt euch zurück, bedient euch am Geburtstagskuchen und genießt die Show:

Von Frechheit und Fremdscham

Ellen Marquardt hätte gern viel Geld, sie hat nämlich viele Wünsche. Einen Kater hat sie auch, aber dessen Namen will sie nicht verraten: „Nachher wissen die Leute Bescheid, brechen bei mir ein und klauen den“, gibt sie gegenüber Moderator Günther Jauch zu bedenken. Quizfragen beantwortet die schräge Kandidatin souverän, ruft aber nur den Buchstaben heraus. Jauch macht seiner Frustration Luft: „Sie langweilen mich“, sagt er prompt. Seine Kandidatin sagt wenig – bis sie dann plötzlich anfängt ein Ständchen zu singen: Der Jauch. Ist Günther Jauch. Er stellt viel Fragen und das Geld, das gibt er auch. So mancher verwirrter Gast im Publikum ist an dieser Stelle wahrscheinlich tief im Sessel versunken. Der Shitstorm auf Twitter folgte auf dem Fuße. Selbst hat Marquardt gar nichts von der schlechten Stimmung im Studio gemerkt, so erzählt sie der Bild-Zeitung nachträglich: sie hat Angst gehabt sich zu blamieren und fand „die Atmosphäre während der Sendung gut.“ So kann man sich irren. Ein kurzer Einblick:

Mit Vollgas blamiert: Der Fußball-Fail

Für einen Fußball-Moderator ist Fußball-Wissen unerlässlich – oder? Telefonjoker Waldemar Hartmann steht am 21. November 2013 vor der Frage: „Welche Fußballnation konnte bei den bisherigen 19 Weltmeisterschaften nie den Titel im eigenen Land gewinnen?“ Zwischen A: Brasilien, B: Deutschland, C: Argentinien und D: Frankreich steht die Auswahl. Der Ex-Fußballmoderator und selbsternannte Alles-Wisser Hartmann („Ich weiß alles. Egal in welcher Sportart“) tippt selbstbewusst auf Deutschland und legt noch eines drauf: „Noch nie im eigenen Land… Kann man in ‚Dritte Halbzeit‘, in meinem Buch, nachlesen.“ An den WM-Sieg in München 1979 denkt Hartmann in diesem Moment nicht. Seine Antwort ist falsch, die Eigenwerbung ordentlich peinlich – ob er das Buch neu schreiben sollte? A: Brasilien wäre der richtige Tipp gewesen.

So viel Geld zahlt RTL

Wenn eine Quizshow schon so lange läuft, dann wurden sicherlich schon Unmengen an Euros an die Teilnehmer ausgeschüttet – was glaubt ihr, liebe Leser? Wir probieren es mal im klassischen Wer wird Millionär-Format:

Wieviel Geld ist bei Wer wird Millionär bis Mai 2019, ausgenommen Promi-Events, insgesamt ausgezahlt worden?

A: Rund 47 Millionen Euro                          

B: Rund 14 Millionen Euro

C: Rund 115 Millionen Euro                       

D: Rund 221 Millionen Euro

Eine knifflige Frage bei der das Wissen, dass bis jetzt 14. Mal der Jackpot geknackt wurde, wenig bringt – auch nicht wenn man die 66 Halbmillionäre der Show dazurechnet. Jetzt können wir uns aber schon mal denken, dass weder Antwort A noch Antwort B richtig ist. Also entscheiden wir uns kurzerhand für C und siehe da: Antwort C. ist richtig! Insgesamt wurden 115.203.000 Euro von RTL ausgezahlt. Eine gigantische Summe bei der einem der Kopf schwirrt. Und genau der Grund warum die Sendung so spannend ist: denn hier geht es um viel Geld.

Wenn keine Antwort stimmt

Ja, es ist schon passiert. Der Kandidat bekommt seine Frage und keine der vier Antworten ist richtig. Was tun? Bei der Frage vom 9. November 2012: „Wovon gab es in der Bundesrepublik bis zur Wiedervereinigung nur ein einziges Exemplar?“ gab es zur Auswahl: 2000er-Berg, Insel in der Ostsee, Millionenstadt oder Nebenfluss der Elbe. Laut Wer wird Millionär war die Antwort Insel der Ostsee richtig. Das hat aber ganz und gar nicht gestimmt. Es gab insgesamt sieben Inseln vor der Wiedervereinigung! Der Wert der Frage betrug 64.000 Euro. Der Kandidat stieg aus.

In einigen dieser Fälle – es kam ein paar seltene Male vor – durfte der Kandidat jedoch wieder einsteigen. So bei der Frage, welcher Physik-Nobelpreisträger Fußballnationalspieler seines Landes war? Die Antwort Nils Bohr konnte nicht belegt werden und der entsprechende Wikipedia-Eintrag wurde danach überarbeitet. Der Kandidat kam erneut in die Show. Dass in 1407 Folgen und tausenden Fragen nur eine Handvoll Fehler passiert sind, ist jedoch bemerkenswert. Jetzt stellt sich nur die Frage, wer denkt sich die Fragen aus?

Die Quiz-Fragen-Fabrik

Für Wer wird Millionär tüftelt ein zehnköpfiges Team der Firma Mind the Company an den Rätseln aller Preisklassen. Doch das Team steht vor einem Problem. Mit der Zeit wird es immer schwieriger sich neue Fragen auszudenken. Hoffen wir mal, dass nicht irgendwann alle Fragen, die es da draußen gibt, schon gestellt wurden. Bei der Auswahl werden übrigens zuerst Antworten recherchiert und dann Fragen konzipiert. Danach wird in einer Konferenz Schwierigkeit und Gewinnstufe zugeteilt. Seit der Nils-Bohr-Frage ist Wikipedia übrigens nicht mehr als Quelle zugelassen.

Das Café-Quiz-Genie

Manche Kandidaten passen in die Show wie die Faust aufs Auge: Ralf Schnoor nahm im November 2010 gegenüber von Günther Jauch Platz. Seines Zeichens Café-Besitzer. In seinem Betrieb ist Schnoor der Günther Jauch der Kaffeehaus-Gastronomie: er veranstaltet dort regelmäßig Quiz-Abende. Voll gepackt mit unnützem und nützlichem Wissen schafft es Schnoor dann bis zur Millionenfrage. Noch bleibt ihm ein Joker offen: der Telefonjoker. Seine Millionenfrage: „Wie heißt die erste deutsche Briefmarke, die 1849 in Bayern herausgegeben wurde?“ Die Frage ist knifflig und deshalb greift Schnoor zum Telefonjoker. Auf der anderen Leitung hebt sein bester Freund ab. Schnoor hat aber gar nicht vor, ihn nach der Antwort zu fragen. Stattdessen teilt er seinem Freund schlicht mit, nun Millionär zu sein. Danach legt er auf, beantwortet die Frage und erhält die Million. Hut ab vor dem siebten Millionär!

Das etwas andere Schuhwerk

Abschließend haben wir noch eine peinliche Szene für euch vorbereitet – wisst ihr die Antwort auf diese Frage? Man kennt ja den Ausspruch: mit Händen und Füßen essen. Den nahm Thomas Jäger am 29. November 2010 bei der folgenden Frage etwas zu ernst: „Was trägt man an den Füßen?“ Seine Wahl stand zwischen: A: Tortillas, B: Jalapeños, C: Espadrilles oder D: Enchiladas.

Herr Jäger entschied sich kurzerhand für die Enchiladas. Diese gefüllten Tortillas in Soße (die ein wenig an Lasagne erinnern) eignen sich denkbar schlecht zum Herumlaufen. Vielleicht dann doch lieber die Espadrilles?

Wir wünschen viel Vergnügen mit der Jubiläumsausgabe von Wer wird Millionär und freuen uns auf die nächsten Patzer und Geniestreiche! Viel Spaß und Happy Birthday!

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