10 Filmplakate die es nicht durch die Zensur geschafft haben

12.10.2015

Banned Movie Posters

Für das Verbot von Filmplakaten bzw. die Verbannung aus der Öffentlichkeit ist größtenteils die Motion Picture Association of America (kurz: MPAA) zuständig. Sie ist der Verband der sechs größten US-Filmstudios (z. B. Universal Studios, Paramount Pictures, Warner Bros.), die zusammen über 95 Prozent des amerikanischen Filmmarktes darstellen. Somit fungiert die MPAA als Interessenvertretung der Filmindustrie und kämpft darüber hinaus für die Wahrung der Urheberrechte im Zeitalter des Filesharings.

Die MPAA wurde bereits 1922 gegründet und hatte damals die Aufgabe, staatlicher Zensur entgegenzuwirken. Daher entwickelte sie sich als Institution zur Selbstkontrolle und Selbstregulierung der Filmbranche. Seit 1968 gibt es das bis heute bekannte Rating-System, inwieweit Filme für Kinder geeignet sind. Das Rating erfolgt über Buchstabenkürzel – zum Beispiel „NC-17“ (No One 17 and Under Admitted), also für Zuseher ab 18 Jahren. Gründe für Alterslimits sind unter anderem die Darstellung von Gewalt, Sex, Drogen und unmoralischem Verhalten. Filme, die in keine der Kategorien passen, dürfen in US-Kinos nicht gezeigt werden.

Da auch Filmplakate in den Zuständigkeitsbereich der MPAA fallen, spricht sie für das eine oder andere anstößige Sujet die rote Karte aus. Wir haben für Sie die Schmankerl aus dem Fundus der „Banned-Movie-Posters“ herausgepickt:

Shame Großbritannien, 2011

ShameShame

Steve McQueen‘s ernüchterndes Drama über einen sexsüchtigen Geschäftsmann ist zweifellos Nichts für schwache Nerven. Das Filmstudio, Fox Searchlight Pictures, war sich der strengen Restriktionen in den USA bewusst und entschied sich deshalb für eine riskant anzügliche Marketing-Kampagne im Ausland. Erschienen in Ungarn gelang es dem Sujet eine Zivilperson zu viel zu verärgern, es folgt ein landesweites Verbot.

Ali G Indahouse Großbritannien, Deutschland, 2002

Ali G Indahouse

Ali G Indahouse

Gangsta-Rapper Sacha Baron Cohen nimmt sich politischer und gesellschaftlicher Probleme mittels unkonventioneller Methoden an.

The Rules of Attraction USA, Deutschland, 2002

The Rules of Attraction

The Rules of Attraction

Literaturverfilmung von „Einfach unwiderstehlich“ über das College-Leben in New England, geprägt von Sex, Drugs and Rock ’n‘ Roll.

Sin City: A Dame to Kill For USA, 2014

Sin City: A Dame to Kill ForSin City A Dame to Kill For

Das sündhaft schöne Plakat zu diesem „Film Noir“ zeigt Eva Green in einem Hauch von Nichts und hat genau dadurch den empfindlichen Nerv der stets wachsamen MPAA getroffen. Es folgte eine Rüge wegen zu viel nackter Haut und das Filmstudio – The Weinstein Company – musste ein neues, leicht überarbeitetes Plakat veröffentlichen, auf dem die Bluse von Eva Green etwas weniger transparent ist. Der Unterschied ist allerdings mit freiem Auge kaum zu erkennen.

The Girl with the Dragon Tattoo USA, Schweden, 2011.

The Girl with the Dragon TattooThe Girl with the Dragon Tattoo

 

Verfilmung des ersten Romans von Stieg Larsson aus der Millennium-Trilogie. Ähnlich wie dem Plakat zu Sin City 2 zeigt dieses Beispiel, dass kleine Bildkorrekturen große Veränderungen bewirken, zumindest wenn es um die Zensurentscheidung der MPAA geht. Auf dem Originalposter ist Rooney Mara mit nacktem Oberkörper zu sehen. Nach heftiger Kritik wurden Mara‘s Brüste auf dem neuen Plakat durch den der Erscheinungstermin verdeckt.

The People vs. Larry Flynt USA, 1996

The People vs. Larry Flynt

The People vs. Larry Flynt

Biografisches Drama über den Herausgeber eines Sex-Magazins als Kampfansage gegen Religion und Gesetz.

Zack and Miri make a Porno USA, 2009

Zack and Miri make a PornoZack and Miri make a Porno

Die Freunde Zack und Miri drehen einen Porno um sich aus ihrem finanziellen Engpass zu helfen. Doch dabei entstehen zwischen den beiden echte Gefühle. Als ob der Filmtitel nicht schon anstößig genug wäre, zeigte das Plakat zu Kevin Smith‘s schlüpfriger Rom-Com die beiden Hauptdarsteller in anrüchigen Posen, was von der MPAA kategorisch abgelehnt wurde. Beim weniger konservativen Nachbarn Kanada schaffte es das Plakat durch die Zensur und erhielt ein „A-OK“.

Saw II Kanada, USA, 2005

Saw II

Saw II

Teil zwei des Klassikers. Die grausige Darstellung von zwei abgetrennten Fingern schockierte die Richter der MPAA und sie sprachen ein landesweites Verbot für die in USA aus.

Silent Night, Deadly Night USA, 1984

Silent Night, Deadly Night

Silent Night, Deadly Night

Der wohl umstrittenste Horrorfilm aus den 80er handelt von einem Teenager, der sich als Weihnachtsmann verkleidet und in einen Blutrausch verfällt. Als er einen Monat vor Weihnachten in den Kinos anlief, löste er eine Flut von Empörung in ganz Amerika aus. TriStar Pictures sah sich aufgrund der Proteste gezwungen, alle Plakat- und Anzeigenkampagnen nur sechs Tage nach Kinostart einzustellen und kurz danach wurde auch der Film aus den Kinos zurückgezogen.

The Road to Guantánamo Großbritannien, 2006

The Road to Guantánamo 67

 

Dokudrama über drei muslimischen Briten, die im Gefängnis Guantánamo ohne Anklage festgehalten wurden.

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